Finanzamt Nach Hochwasser in Niedersachsen: Steuerentlastung für Betroffene

Niedersächsischer Landwirt steht auf seinem Getreideacker bis zu den Knien im Hochwasser © Christian Mühlhausen/landpixel Bild vergrößern
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Vom Hochwasser in Niedersachsen betroffene Bürger können mit Steuererleichterungen rechnen. Eine Beratung beim Finanzamt und bei der Gemeinde lohnt sich.

Das letzte Hochwasser in Niedersachsen ist noch nicht lange her. Betroffene Bürger können jetzt mit Steuererleichterungen rechnen. Das hat das niedersächsische Finanzministerium jetzt bekannt gegeben. Unmittelbar erheblich betroffenen Bürgern werden die gleichen Möglichkeiten für Steuererleichterungen wie nach der Hochwasserkatastrophe 2013 eingeräumt.

Niedersachsen: Auch für Landwirte unbürokratische Hochwasser-Hilfe

So werde für Einkünfte aus Land- und Forstwirtschaft, Gewerbebetriebe, Vermietung und Verpachtung sowie selbstständige Arbeit unbürokratische Hilfe geleistet, in dem

  • die Bildung steuerfreier Rücklagen und
  • Abschreibungserleichterungen bei Ersatzbeschaffung möglich sind.

Zu den wichtigsten Möglichkeiten für Steuererleichterungen gehören:

  • die Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer,
  • die Stundung fälliger Steuern des Bundes und des Landes bis zum 30. November 2017 sowie
  • der Verzicht auf Vollstreckungsmaßnahmen und Säumniszuschläge.

Hochwasserschäden als außergewöhnliche Belastung geltend machen

    Im Rahmen der gesetzlichen Regelungen können Betroffene beispielsweise notwendige Aufwendungen für die Wiederbeschaffung von Hausrat und Kleidung sowie für die Beseitigung von Schäden an der eigengenutzten Wohnung im eigenen Haus als außergewöhnliche Belastung geltend machen.

    Arbeitnehmer können die als außergewöhnliche Belastungen abziehbaren Aufwendungen auch schon im Rahmen des Lohnsteuerabzugs als einen vom Arbeitslohn abzuziehenden Freibetrag berücksichtigen lassen.

    Auskunft zu Hochwasserhilfe bei niedersächsischen Finanzämtern

    Darüber hinaus wird bei steuerlichen Nachweispflichten großzügig verfahren. Dies gilt auch für Spendennachweise. So genügt für den Nachweis der Zuwendungen der Barzahlungsbeleg, die Buchungsbestätigung des Kreditinstituts oder der PC-Ausdruck bei Online-Banking.

    Allen Betroffenen wird empfohlen, sich wegen möglicher steuerlicher Hilfsmaßnahmen mit ihrem Finanzamt in Verbindung zu setzen. Wegen einer in Betracht kommenden Stundung oder eines eventuellen Erlasses der Grund- oder der Gewerbesteuer sollten sich die Betroffenen rechtzeitig an die Gemeinden wenden.


    Mit Material von Niedersächsisches Finanzministerium