Blauzungenkrankheit Niedersachsen: Impfung gegen Blauzungenvirus empfohlen

Rinder gegen Blauzungenkrankheit geimpft. © Mühlhausen/landpixel Bild vergrößern
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Die Blauzungenkrankheit ist in unseren Nachbarländern wieder auf dem Vormarsch. Niedersachsen empfiehlt die vorsorgliche Impfung von Rindern und Schafen.

Die Blauzungenkrankheit (BT) ist eine anzeigepflichtige Tierseuche von Wiederkäuern wie Rindern und Schafen, die durch Viren verursacht wird. Überträger sind Mücken der Gattung Culicoides (Gnitzen).

Derzeit finden zwei voneinander unabhängige Seuchenzüge in benachbarten EU-Staaten statt. Die Gefahr der Einschleppung der BT-Virus-Serotypen 4 und 8 während der bevorstehenden Mückensaison aus dem Süden und Südwesten Europas ist hoch. Nach dem schweren Seuchenzug von 2006 bis 2009 ist Deutschland aber derzeit noch frei von Blauzungenkrankheit.

Niedersachsens Agrarminister Christian Meyer appellierte jetzt in einer Pressemitteilung an die Schaf- und Rinderhalter, die Tiere vor dem Start der warmen Jahreszeit und damit der Mückensaison vorsorglich impfen zu lassen.

Impfstoffe gegen Blauzungenvirus sind verfügbar

Die Impfung stellt die einzige Möglichkeit dar, Rinder und kleine Wiederkäuer wirkungsvoll gegen eine BT-Infektion zu schützen und ermöglicht den Handel mit Tieren im Seuchenfall. Zugelassene Impfstoffe sind verfügbar. Die Impfung ist freiwillig, muss allerdings von der zuständigen Veterinärbehörde genehmigt werden.

Auf diese Weise wird zum einen ein Schutz vor dem Ausbruch der Krankheit gewährleistet. Zum andern können geimpfte Tiere aus sogenannten Restriktionsgebieten transportiert werden. Voraussetzung ist aber, dass die Impfung 60 Tage zurückliegt.

Ausbruch der Blauzungenkrankheit mit Auswirkungen für Niedersachsen

Ein Eintrag der Krankheit nach Deutschland hätte großflächige Restriktionszonen mit entsprechenden Handelshemmnissen zur Folge. Die Verbringung empfänglicher Tiere aus der um jeden Ausbruch mit einem Radius von mindestens 150 Kilometer einzurichtenden Sperrzone (Sperrgebiet und Beobachtungsgebiet) ist dann nur unter Auflagen (Impfung und/oder Untersuchung) erlaubt.

Auf Grund dieser großen Radien werden die Gebiete möglicherweise sehr schnell bis nach Niedersachsen reichen. Auch ohne Ausbruch in Niedersachsen wären hiesige Tierhaltungen dann direkt von Restriktionen betroffen.


Mit Material von Pressemitteilung Niedersächsisches Landwirtschaftsministerium