Überschwemmungen Niedersachsen: Landwirte sollten Hochwasserschäden jetzt melden

Ganze Äcker in Südniedersachsens waren vom Hochwasser bedeckt. © Christian Mühlhausen/landpixel Bild vergrößern
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Nach dem Hochwasser in Südniedersachsen sollen betroffene land- und forstwirtschaftliche Betriebe entschädigt werden. Jetzt zur Flächenerhebung melden.

Die Landesregierung hat für die vom Hochwasser Ende Juli betroffenen land- und forstwirtschaftlichen Unternehmen in Niedersachsen Hilfsmaßnahmen beschlossen. Schäden durch Starkregen sind dabei allerdings nicht entschädigungsfähig.

Zur Erhebung der vom Hochwasser betroffenen Flächen hat das Niedersächsische Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) beauftragt. Folgendes Vorgehen ist vereinbart:

  • Betroffene land- und forstwirtschaftliche Unternehmen sollen die geschädigten Flächen und Kulturen an die örtlichen Bewilligungsstellen der LWK Niedersachen melden.
  • Den entsprechenden Meldevordruck können Sie hier herunterladen...
  • Eine Übersicht über die Bewilligungsstellen finden Sie hier...
  • Nach Eingang der Meldebögen werden die Mitarbeiter des örtlichen Prüfdienstes der LWK dann einen Termin mit den Betrieben vereinbaren und zusammen mit den Betroffenen die genannten geschädigten Flächen in Augenschein nehmen und Größe und Schädigungsgrad festhalten.
  • Diese Vorab-Mitteilung der Flächenschäden ist die Grundlage für einen späteren Antrag auf Unterstützung. Damit besteht aber noch kein Anspruch auf Unterstützung.

Für Hochwasserschäden an Inventar Sachverständigen hinzuziehen

    Zu weiteren Hochwasserschäden gibt es folgende Festlegungen:

    • Hochwasserschäden an landwirtschaftlichen Bauten (außer Wohngebäuden), Inventar etc. sowie Privatforst sind separat von anerkannten Sachverständigen zu beziffern.
    • Fortgenossenschaften und Maßnahmen des ländlichen Wegebaus nach der Richtlinie ZILE sind in der Nationalen Rahmenrichtlinie nicht eingeschlossen, da sie nicht zur Primärproduktion zählen. Die Zuständigkeit bezüglich eines Ausgleichs dortiger Schäden wird zurzeit von einer interministeriellen Arbeitsgruppe geklärt.

    Weitere Informationen finden Sie unter www.lwk-niedersachsen.de

    Für Privathaushalte sind freiwillige finanzielle Leistungen vorgesehen, um akute Notlagen bei der Unterkunft oder der Wiederbeschaffung von Hausrat finanziell zu überbrücken:

    • Bei einem Mindestschaden von 5.000 Euro können Privathaushalte unbürokratische Hilfe erhalten.
    • Pro erwachsene Person können 500 € beantragt werden, pro Kind 250 €, maximal 2.500 € pro Haushalt.
    • Bei ganz besonderen sozialen Notlagen ist unter strengen Voraussetzungen auch eine höhere Leistung möglich.
    • Zuständig für die Bewilligung von Soforthilfen sind die Landkreise sowie die kreisfreien und großen selbständigen Städte. Sie nehmen ab nächster Woche (KW 33) Anträge entgegen.
    • Mehr Informationen zur Soforthilfe und das entsprechende Antragsformular werden ab Freitag unter www.hochwasser.niedersachsen.de in das Internet eingestellt.
    • Darüber hinaus sollen zusätzliche Unterstützungshilfen gewährt werden, soweit eine Elementarschadenversicherung nicht abgeschlossen werden konnte. Die Voraussetzungen hierfür werden derzeit noch entwickelt und werden erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

    Mit Material von LWK Niedersachsen, Niedersächsisches Umweltministerium