Norddeutsche Obstbautage Obstbauern setzen auf konzentrierte Vermarktung

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Die komplexe Arbeit der Obstbauern und die Vielfalt an Dienstleistung, Beratung und Technik: Auf den Norddeutschen Obstbautagen gab es viel zu sehen. Gefordert wird eine konzentrierte Vermarktung.

Die Norddeutschen Obstbautage präsentierten wieder eindrucksvoll die komplexe Arbeit der Obstbauern und die Vielfalt an Dienstleistung, Beratung und Technik. Trotz der nicht einfachen Lage in den Betrieben und der unbefriedigenden Vermarktungserfolge sollten die Obstbauern positiv in die Zukunft zu blicken, forderte der Vorsitzende der Fachgruppe Obstbau im Landesbauernverband, Ulrich Buchterkirch. Es gäbe einen deutlichen Wandel im gesamten Markt.

Obstbauern setzen auf intelligente Vermarktung

Der Obstbau müsse auf diese Fakten reagieren und den Veränderungsprozess erkennen und darauf reagieren. Nur die besten Qualitäten und die besten Sorten dürften in den Handel gelangen. Einkaufen ist heute ein Event, und da müsse das vom Obstbau angebotene Paket einfach passen, so der Sprecher der Obstbauern.

Die Fachgruppe Obstbau setzt hier auf eine moderne Öffentlichkeitsarbeit und eine konzentrierte und intelligente Vermarktung. Das forderte Henning Lührs ebenso, stellvertretend für die jungen Obstbauern und die 19 neuen Obstbaumeister/innen, die vom Präsidenten der Landwirtschaftskammer mit der Meisterurkunde ausgezeichnet wurden.

Viele Obstbaubetriebe in Gefahr

Die beiden Erzeugerorganisationen der Region, die Elbe-Obst und die MAL forderte Lührs auf, miteinander zum Wohle der Erzeuger im Markt und gegenüber dem Lebensmitteleinzelhandel aufzutreten.

15 Prozent der etwa 650 Obstbaubetriebe in der Region würden sonst in den nächsten Jahren ihre Türen schließen müssten. 31 Cent für das Kilo Äpfel, die die Erzeuger im Durchschnitt erhielten, würden nicht reichen, so Lührs.

Obstbauer kritisieren neues Wassergesetz

Einhellige Kritik steckte das Niedersächsische Umweltministerium wegen des geplanten neuen Wassergesetztes ein. Der Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln soll in einem Randstreifen verboten werden. Bei einer Umsetzung würden ca. 80.000 Hektar Agrarflächen verloren gehen.

Landtagsabgeordnete Helmut Dammann-Tamke(CDU)  rechnete anschaulich vor, dass bei einer durchschnittlichen Betriebsgröße von fast 70 ha, rein rechnerisch über 1100 Höfe verloren gehen würden.


Mit Material von Pressemitteilung Landvolk Stade
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