Bauernprotest Protest in Niedersachsen: Hunderte Trecker gegen den Südlink

Trecker mit leuchtenden Scheinwerfern stehen quer über eine Grünlandfläche © Sabine Hildebrandt Bild vergrößern
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Hunderte Landwirte in Niedersachsen haben sich gestern mit leuchtendem Protest für ihre Forderungen zur Stromtrasse Südlink eingesetzt, bei einer Landvolk-Aktion.

Die Stromtrasse Südlink hat seit Montagabend ein Gesicht. Hunderte Landwirte reihten ihre Trecker aneinander, um die Ausmaße darzustellen. Mit Einbruch der Dunkelheit leuchtete der Lindwurm von Stade bis ins Eichsfeld.

Das Landvolk Niedersachsen hatte zu dieser Protestaktion aufzurufen, um auf zehn Forderungen aufmerksam zu machen.

10-Punkte-Papier vom Landvolk Niedersachsen

Niedersachsens Landwirte wollen bei dem durch die Energiewende verursachten Netzausbau nicht ins Hintertreffen geraten. Die Südlink Arbeitsgemeinschaft im Landvolk Niedersachsen hat in einem 10-Punkte-Papier die Forderungen zusammengefasst, die aus Verbandssicht beim Netzausbau zu berücksichtigen sind. Das geht aus einer Pressemitteilung hervor.

„Dazu zählt die Anpassung wiederkehrender Entschädigungszahlungen ebenso wie die Rücksichtnahme auf landwirtschaftliche Besonderheiten“, fasst Landvolkvizepräsident Ulrich Löhr die wichtigsten Positionen zusammen.

Südlink-Planungen sind Neuland

Landvolk fordert bodenkundliche Überwachung

Ebenso vehement setzt sich das Landvolk für das Prinzip der Schadensvermeidung durch eine unabhängige bodenkundliche Überwachung ein. Die Leitungsnetzbetreiber müssten den Landwirten außerdem zusichern, dass die vom Trassenbau betroffenen Flächen anschließend uneingeschränkt landwirtschaftlich genutzt werden können.

„Wir betreten mit den Südlink-Planungen Neuland, das Misstrauen der betroffenen Flächeneigentümer ist daher zu Recht hoch“, schildert Dr. Holger Hennies die Stimmung. Der Vorsitzende im Kreisverband Hannover ist selbst von dem Trassenkorridor Südlink betroffen und erwartet von den Leitungsnetzbetreibern ein offenes Gesprächsklima und Verständnis für die Forderungen der Landwirte.

 

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