Fütterungsversuch Rinderfütterung: Wie Sie Lupinen einsetzen

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Lupinen auf einer Wiese © Thomas Engelhard Bild vergrößern
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Heimische Hülsenfrüchte wie Lupinen in der Milchviehration: Was möglich ist, zeigen Ergebnisse eines LWK-Versuchs in der LAND & Forst 11/17.

Heimische Hülsenfrüchte spielen in der Rinderfütterung bisher kaum eine Rolle. Das kann sich durch eine zunehmende GVO-freie Fütterung ändern. Denn: Lupinen zeichnen sich durch gute Rohprotein- und Energiegehalte aus.

Für bestimmte Rationstypen kann der geringere Stärkegehalt gut sein. Wegen der Anfälligkeit gegenüber der Pilzkrankheit Anthraknose spielt nur die Blaue Lupine eine Rolle.

LWK Niedersachsen prüft Lupinen zur Fütterung von Rindern

Tab. 1: Zusammensetzung und Gehalt der Rationen © LAND & Forst Bild vergrößern
Tab. 1: Zusammensetzung und Gehaltswerte der Rationen

Um zu prüfen, welche Leistungen durch die Verfütterung von Lupinen zu erwarten sind, wurde in Kooperation mit der LWK Niedersachsen in Iden ein Versuch zum Einsatz von Blauen Lupinen in der Milchkuhfütterung durchgeführt.

Die TMR-Fütterung erfolgte an Fress-Wiegetrögen mit automatischer Tiererkennung. Während in der Versuchsgruppe Blaue Lupinen und Rapsschrot zu gleichen Anteilen (jeweils 2,5 kg/Tag) verfüttert wurden, erfolgte in der Kontrollgruppe der Einsatz des Eiweißfuttermittels ausschließlich über Rapsschrot (4,5 kg/Tag).

Zusätzlich gab es Anpassungen der Versuchsration im Kraftfutteranteil, hinsichtlich des Grobfutters waren die Rationen identisch zusammengestellt (Tabelle 1). Aufgrund des höheren Schwefelgehaltes (bedingt durch den höheren Rapsschrotanteil) lag die Kationen-Anionen-Bilanz (DCAB) der Kontrollration etwas tiefer als die des Versuchsfutters.

Lupinen passen gut in Milchviehration

Zusammenfassend kann festgestellt werden:

  • Lupinen passen gut in eine Kuhfuttermischung.
  • Sie können jedoch Soja und Raps in der Ration nicht vollständig ersetzen.
  • Vor dem Einsatz ist die Wirtschaftlichkeit einzelbetrieblich zu prüfen.
  • Im Ergebnis des 100-tägigen Fütterungsversuchs mit 80 Kühen ergaben sich keine Unterschiede in der Futteraufnahme sowie bei den Milchleistungsparametern.

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst 11/17 auf den Seiten 48 bis 49. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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