Deutscher Tierschutzbund Tierschutzlabel für Eier: Was müssen Landwirte beachten?

Dieser Artikel ist zuerst in der LAND & Forst erschienen. Jetzt testen und kennenlernen - mit unseren besonderen Angeboten!

Legehennen um und auf einem Pickstein im Stall. © Christa Diekmann-Lenartz Bild vergrößern
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Der Deutsche Tierschutzbund vergibt seit einem Jahr ein Tierschutzlabel für Eier. Welche Kriterien einzuhalten sind, haben wir hier zusammengefasst.

Das zweistufige Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes gibt es für Eier seit Anfang 2016. Zu den Kriterien zählen u. a.:

  • Zukauf Junghennen aus zertifizierten Betrieben
  • Kein gentechnisch verändertes Futtermittel
  • Maximal 48.000 Hennen je Betrieb
  • Maximal 12.000 Hennen je Stall
  • Maximal 3.000 Hennen je Gruppe
  • Maximale Besatzdichte 7 Hennen/qm im Stall
  • Wintergarten 50 % der Stallgrundfläche
  • Wintergarten nicht anrechenbar bei Besatzdichte
  • Zusätzliches Beschäftigungsmaterial
  • 20 cm Sitzstange je Henne
  • Staubbad mindestens 3 qm/1.000 Hennen
  • Premiumstufe: Freilauf mit 4 qm/Henne

Eine Übersicht über alle notwendigen Kriterien bietet eine Broschüre des Deutschen Tierschutzbundes. Diese können Sie hier herunterladen...

Der erste große Stall mit dem Tierschutzlabel des Deutschen Tierschutzbundes in der Einstiegsstufe steht in Dinklage, betrieben von Arndt Diekmann und seinem Vater Alfons. Eine Reportage dazu finden Sie in der LAND & Forst 14/17 auf den Seiten 46 und 47.

Mit dem Betrieb Diekmann erzeugen insgesamt drei deutsche Betriebe Eier für die Einstiegsstufe, in der Premiumstufe sind es zehn Betriebe. Insgesamt stehen dort rund 128.000 Hennen. 2016 wurden gut 12 Mio. Eier mit dem Tierschutzlabel vermarktet, u. a. bei Hit, Lidl, EDEKA Südwest, Famila und Globus.

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