Reportage Tiertransport: Ruhiges Händchen für große Tiere

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Rinder werden in den Transporter verladen. © Renate Bergmann Bild vergrößern
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Mit Rindern im Viehtransporter schonend von A nach B? LAND & Forst-Redakteurin Renate Bergmann hat Helmut Gerken vom Viehgeschäft Gerken auf seiner Tour begleitet.

Es wird schon langsam hell, als Helmut Gerken mich mit auf seine Tour im Tiertransporter durch den Landkreis Rotenburg/Wümme nimmt. Jetzt, um acht Uhr morgens, holt er die Schlachtrinder ab. Gerken fährt für das Unternehmen Viehgeschäft Gerken aus Gyhum, Landkreis Rotenburg/Wümme.

Ein Familienbetrieb, der in vierter Generation von seinem Neffen Felix Gerken geführt wird. Gefahren werden Schlachtschweine und -rinder, Ferkel, Färsen oder Nutzkälber. Wir steigen an diesem kalten Morgen in einen der kleineren LKW des Fuhrparks. Darin haben acht bis 10 Rinder Platz, je nach Größe und Alter.

Lebendtiertransport gut vorbereitet

Nach einer knappen halben Stunde erreichen wir unser erstes Ziel, den Betrieb Tiedemann in Brauel, wo wir heute eine Kuh abholen. Betriebsleiter Arne Tiedemann und seine Mutter Anita erwarten uns schon. Für Tiere, die verladen werden sollen, ist es stressfreier, wenn vertraute Personen dabei sind.

Der Hof bietet Platz, so kann der LKW gut vor die Stalltür rangiert werden. Die Kuh ist aus Altersgründen aus der Produktion ausgeschieden und wurde in den vergangenen Monaten gemästet. Jetzt ist sie "gut im Fleisch" und geht zum Schlachter. Um unnötige Unruhe für das Tier, aber auch die gesamte Herde zu vermeiden, wurde sie am Abend vorher in eine separate Bucht gebracht.

Am besten mit Ruhe in den Viehtransporter verladen

Während Gerken die Laderampe öffnet und Arne die Kuh holt, spreche ich mit Anita Tiedemann. Der Landwirtin ist es wichtig, dass die Fahrer vorsichtig mit den Tieren umgehen, erzählt sie mir. "Das Verladen muss in Ruhe geschehen, dann klappt das auch ohne Probleme", weiß sie aus Erfahrung. Dass das funktioniert, hat sich hier gerade bestätigt.

Während wir noch sprechen, ist die Kuh schon auf dem Wagen, das Trenngitter wird geschlossen. Die Trennwände sind beweglich, so kann die Größe des Laderaums dem Tier angepasst werden. Wenn sie während der Fahrt den ganzen Wagen zur Verfügung hätte, wäre das gefährlich, sie würde das Gleichgewicht verlieren, erklärt mir Gerken.

Aber gleichzeitig ist die Tierschutztransportverordnung (TierSchTrV) einzuhalten, diese gibt unter anderem vor, wie viel Platz den Tieren zur Verfügung stehen muss. Es ist ein engmaschiges Regelwerk: Tierschutzvorgaben, seuchenhygienische und veterinärbehördliche Aspekte finden dort ihren Niederschlag.

Mehr über die Tour im Viehtransporter lesen Sie in der LAND & Forst 06/17 auf den Seiten 12 und 13. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…