Landwirtschaft Eine vermeintliche Männerdomäne

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Als Betriebsleiterinnen sind sie selten anzutreffen: Nur acht Prozent der landwirtschaftlichen Betriebe in Niedersachsen gehören Frauen.

Mit lediglich acht Prozent liegt Niedersachsen dennoch über dem deutschen Durchschnitt von 6,4 Prozent weiblichen Betriebsleiter. Zum Internationalen Tag der Frau können sich die Landwirtinnen trotzdem kräftig auf die Schultern klopfen. Mehr als 50 Prozent der mitarbeitenden Familienarbeitskräfte sind nach Angaben des Landesamtes für Statistik weiblich. Die Frauen auf den Höfen arbeiten in der Außenwirtschaft, also auf dem Acker oder im Stall, ebenso mit wie im Büro.

Mit Kreativität und Idealismus

Ihren eigentlichen Beruf führen viele Frauen  auch weiterhin aus, ebenso wie die Haushaltsführung, Kindererziehung und Betreuung der Altenteiler. Durch kreative Ideen, Mut und Idealismus stellen Frauen häufig auch neue Standbeine für den Betrieb auf. Ferien auf dem Bauernhof oder Direktvermarktung sind klassische weibliche Betätigungsfelder.

Wissen entspannt

Für die beiden Landfrauenverbände in Niedersachsen ist jeder Tag Weltfrauentag, aber die Vorsitzenden Agnes Witschen in Weser-Ems und Barbara Otte-Kinast in Hannover (NLV) spüren einen Stimmungswandel bei ihren Mitgliedern. Landwirtinnen sind zunehmend verzweifelt und stellen ihre Arbeit in der Landwirtschaft und ihr Engagement für den ländlichen Raum in Frage, weil die öffentliche Kritik sie schwer trifft.

Mit den Seminaren „Wissen ent-spannt“ beim NLV und „Der Landwirtschaft ein Gesicht geben“ in Weser-Ems sollen die Landfrauen für eben diesen Dialog gestärkt werden und den Spaß an der Öffentlichkeitsarbeit nicht verlieren.


Mit Material von Landvolk Pressedienst