Weizenkrankheiten Weizen: Was Sie gegen Septoria tun sollten

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Von Septoria befallenes Getreideblatt © Klaus Schlüter Bild vergrößern
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Septoria-Blattdürre ist in Nordwestdeutschland eine häufige Blattkrankheit im Weizen. Wichtige Fungizide brechen jedoch weg. Wie können Sie die Erträge sichern?

Im norddeutschen Weizenanbau ist Septoria ein zuverlässiger Krankheitserreger, der alljährlich in Erscheinung tritt und – anders als Gelbrost – nicht auf den Eintrag über die Luft aus Befallsgebieten angewiesen ist.

Der Pilz überdauert auf Pflanzenresten und infiziert den Weizen durch flugfähige Askosporen schon im Herbst. Je früher die Aussaat erfolgt, umso stärker wird der Weizen befallen. Meist entwickeln sich die Symptome aber vor dem Winter nicht so deutlich, dass sie auffallen.

    Feuchtes Wetter begünstigt Septoria

    Für den weiteren Krankheitsverlauf ist das Frühjahr entscheidend: Feuchtes Wetter begünstigt die Verbreitung, Trockenheit hemmt sie. In Nordwestdeutschland kommt es aufgrund des atlantischen Witterungseinflusses in jedem Jahr früher oder später zu Infektionsphasen, in denen die Blattdürre sich kräftig vermehren kann.

      Gefahr resistenter Septoria-Stämme

      Die häufig in Weizen gegen Septoria eingesetzten Triazol-Fungizide verlieren immer häufiger ihre Wirkung. Die neuen Carboxamid-Fungizide werden immer intensiver eingesetzt. Der zu erwartende Wegfall der Zulassung für wichtige Triazole wird diese Situation verschärfen. Deshalb besteht die große Gefahr einer extremen Zunahme resistenter Septoria-Stämme in kurzer Zeit.

        Mit Anbautechnik Weizenerträge sichern

        Für die Praxis wäre das eine fatale Entwicklung, denn neue Wirkstoffe gibt es nicht und sind auch nicht in Sicht. So ist es dringend an der Zeit, anbautechnische Faktoren zu verändern, um eine Entlastung der Fungizide zu erreichen. Nur dann besteht die Chance, die schärfsten Schwerter im Kampf gegen Blattseptoria nicht allzu schnell stumpf werden zu lassen.

        Um auch in Zeiten einer angespannten Resistenz-Situation bei Septoria-Fungiziden gute Weizenerträge zu erreichen, sollten Landwirte folgendes beachten:

        • Mit einer möglichst geringen Anzahl von Behandlungen bei möglichst hohen Wirkstoffmengen lassen sich noch gute Erfolge erzielen.
        • Carboxamide nur einmal in der Phase der maximalen Blattentwicklung einsetzen.
        • Bei betriebsbedingt notwendiger Frühsaat unbedingt blattgesunde Sorten bevorzugen.
        • Anfällige Hochertragssorten bringen die beste Leistung bei angepasster Fungizidintensität bei Spätsaat.

        Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst 16/17 auf den Seiten 34 und 35. Möchten Sie die LAND & Forst zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…