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AGCO-Chef: "Politik hat etwas verschlafen"

Externer Autor
am
09.11.2015

Hannover - Bei der Neuheiten-Konferenz auf der Agritechnica forderte der Konzernchef des Landtechnikherstellers AGCO/Fendt Martin Richenhagen von der Bundesregierung, bei der Integration von Flüchtlingen schneller zu handeln.

Während der Neuheiten-Pressekonferenz des Landtechnikherstellers AGCO/Fendt forderte Konzernchef Martin Richenhagen von der Bundesregierung, bei der Integration von Flüchtlingen schneller zu handeln. „Die Regierung muss jetzt ganz schnell Gesetze ändern, damit Asylsuchende arbeiten können. Wir müssen vor allem die Kinder in die Schulen schicken, aber auch die Erwachsenen brauchen Bildung.“ Mit diesen Forderungen sprach der Vorstandsvorsitzende des Landtechnikkonzerns AGCO, Martin Richenhagen, am Sonntag auf der Agritechnica ein Thema an, das die mehr als 200 Fachjournalisten aus aller Welt sicher nicht unbedingt auf der Fendt-Pressekonferenz erwartet hatten.

Richenhagen ging dabei sehr kritisch mit der Politik ins Gericht. Man habe schon lange gewusst, dass man mit dafür sorgen müsse, damit die Menschen überall in der Welt  satt zu essen hätten und ihre Kinder in die Schulen schicken könnten. „Wenn wir das nicht schaffen, kommen sie alle zu uns – das habe ich schon vor zehn Jahren zu Kanzlerin Merkel gesagt. Die Politik hat hier etwas völlig verschlafen“, so Richenhagen.

AGCO/Fendt baut derzeit an seinem Standort Hohenmölsen (Sachsen-Anhalt) im Rahmen eines Ausbildungsprojektes des Landkreises ein ehemaliges Heizhaus zu einer Lehrwerkstatt für Asylanten um. Außerdem stellt das Unternehmen eines seiner Gebäude als Flüchtlingsunterkunft zur Verfügung.

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