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Grüne Woche in Berlin

Agrarland Niedersachsen präsentiert sich

dpa/lni
am
08.01.2016

Ob Äpfel aus dem Alten Land, Norderneyer Schinken oder Smoothies aus Grünkohl: Die Internationale Grüne Woche in Berlin wird vom 15. bis zum 24. Januar ein Schaufenster der niedersächsischen Ernährungsbranche.

Nach Angaben des niedersächsischen Land- und Ernährungsmarketings präsentieren zehn Ausstellergemeinschaften mit 75 Einzelbeiträgen und acht Einzelaussteller das Bundesland. Auch Tourismus- und Fremdenverkehrsverbände nutzen die Messe, um auf die schönen Seiten Niedersachsens aufmerksam zu machen.

Grüne Woche als Branchentreff

Die Internationale Grüne Woche ist nicht nur eine Verbraucherschau, sondern dient hinter den Kulissen auch als Branchentreff, sagte Werner Hilse, Präsident des Landvolks Niedersachsen. «Alle die Themen, die in der Öffentlichkeit diskutiert werden, spielen bei den Treffen eine Rolle», sagt Hilse mit Blick auf die Debatten etwa um Tier- und Umweltschutz in der Landwirtschaft. Die Landwirte suchten durchaus den Kontakt mit den Endverbrauchern. Unter anderem gebe es einen «Erlebnisbauernhof», wo gezeigt werde, wie aus Getreide Brot wird. «Dort werden auch öffentliche Foren veranstaltet, wo Kritiker mit auf den Podien sitzen, genauso wie die Befürworter der jetzigen Landwirtschaft.»

Ökolandwirtschaft und regionale Produkte im Trend

Auch die Ökolandwirtschaft hat ihren Platz auf der Grünen Woche. Nach wie vor wachse der Sektor, sagte Carolin Grieshop, Geschäftsführerin des Kompetenzzentrums Ökolandbau Niedersachsen. Wegen der geringen Erzeugerpreise etwa bei konventionell erzeugter Milch gebe es im Moment viele Anfragen von Landwirten, die auf Biohaltung umstellen wollen. «Unser Umstellungsberater hat jeden Tag zwei bis drei Anfragen dazu, und das ist sehr viel.» 33 Prozent des Frischgemüseumsatzes im Ökolandbau werde mit Tomaten und Möhren gemacht, gut 28 Prozent mit Paprika, Gurken, Zucchini, Zwiebeln oder Spargel. «Es wäre mehr möglich», sagte Grieshop. Aber es fehle nach wie vor an Flächen.

Der Trend geht zu regionalen Produkten. In der Halle zehn, wo sich Niedersachsen präsentiert, steht daher das niedersächsische «Nationalgericht», der Grünkohl, im Mittelpunkt. «Es werden verschiedene alte Grünkohlsorten gezeigt, die auch alle unterschiedlich schmecken», sagte der Sprecher der niedersächsischen Marketinggesellschaft, Peter Wachter.

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