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Agrarumweltmaßnahmen: Blühstreifen sehr gefragt

von , am
08.04.2015

Vom 15. April bis 15. Mai können wieder Anträge zur Förderung von Agrarumweltmaßnahmen eingereicht werden. Im vergangenen Jahr wurden besonders viele Blühstreifen bewilligt.

Mehr als 4.000 Anträge auf Blühstreifen gingen im vergangenen Jahr ein - trotz zusätzlicher Auflagen wie einer Winterruhe auf den Flächen, höherer Anforderungen an das Saatgut und eines frühen Aussaattermins. © Mühlhausen/landpixel
Deutlich mehr Anträge auf Agrarumweltmaßnahmen (AUM) als bisher wurden im vergangenen Jahr gestellt und bewilligt. Besonders klar war dieser Trend bei den Blühstreifen: Trotz zusätzlicher Auflagen wie einer Winterruhe auf den Flächen, höherer Anforderungen an das Saatgut und eines frühen Aussaattermins gingen mehr als 4.000 Anträge ein. Bislang bewilligt wurden Blühstreifen-Maßnahmen auf fast 20.000 Hektar. Damit wurden bereits im ersten Jahr fast doppelt so viel Flächen als Blühstreifen bewilligt, als bisher jährlich angelegt worden sind. Erstmals wird dabei auch die Kooperation mit einem Imker mit 100 Euro pro Hektar zusätzlich honoriert.

Mehrjährige Blühstreifen für Rebhuhn und Feldhase

Besonders stark gestiegen gegenüber der letzten Förderperiode (von 58 auf 477) ist auch die Zahl der Anträge bei mehrjährigen Blühstreifen. "Das ist ein sehr gutes Ergebnis, denn nicht nur für die Bienen, auch für Rebhuhn, Feldhase und andere Tiere sind diese Flächen überlebenswichtig", sagte Agrarminister Christian Meyer in einer Presseerklärung.

Ökolandbau: Zusatzförderung Wasserschutz stark nachgefragt

Im Bereich des Umweltministeriums wird insbesondere die Bereitschaft zur Schaffung von Äsungsflächen für Nordische Gastvögel hervorgehoben. Hier wurde mit über 25.000 Hektar Acker und Dauergrünland etwa ein Viertel mehr Fläche bewilligt, als in der vorangegangenen Förderperiode. Daneben ist die Zusatzförderung Wasserschutz zum Ökolandbau stark nachgefragt worden. Hier konnten auf ca. 26.000 Hektar Fläche Anträge bewilligt werden.

Mehr Geld für Grünland

Für 99 Betriebe wurde eine Förderung zum Umstieg vom konventionellen auf den Ökologischen Landbau auf mehr als 3.000 Hektar bewilligt. Mehr Geld als bisher werde auch in die Honorierung besonderer Leistungen zur Bewirtschaftung des Grünlandes fließen, betonte Meyer. Durch attraktive Prämien und neue Angebote, wie z. B. eine Beweidung von Hanglagen, werden wertvolle Grünlandflächen erhalten.

ELER-Förderung: AUM und Regionalentwicklung größter Schwerpunkt

Für alle umweltbezogenen Maßnahmen - sei es in den landwirtschaftlichen Betrieben, zur Pflege von Biotopen oder zur Entwicklung von Gewässern - sollen 376 Millionen Euro im neuen ELER-Programm bereit stehen. Das sind fast 40 Prozent mehr als bislang, die AUM sind neben der Regionalentwicklung damit der größte Schwerpunkt.
 
Aufgrund des außerordentlichen Erfolgs der Antragstellung im vergangenen Jahr wurde jedoch bereits der überwiegende Teil der bereitgestellten Mittel gebunden. Um die Kontinuität in der Förderung zu wahren, werden daher in 2015 neben den ein- und mehrjährigen Blühstreifen die Grasstreifen zum Gewässer- und Erosionsschutz, die Grünlandmaßnahmen, der Ökologische Landbau, die Wasserschutzmaßnahme BV12 (Öko-Plus) sowie die Neuanlage von Hecken zur Antragstellung angeboten.
 
Neue Anträge sind - parallel zum Antrag auf Direktzahlungen - im Zeitraum zwischen dem 15. April und dem 15. Mai zu stellen. Für Umsteller auf den Ökologischen Landbau ist ein längerer Zeitraum vorgesehen. Details zu den angebotenen Maßnahmen sowie die Antragsunterlagen sind unter www.aum.niedersachsen.de oder bei der Landwirtschaftskammer unter www.lwk-niedersachsen.de verfügbar.
 
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