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Wirtschaft

Agravis will weiter wachsen

Agravis Zentrale in Münster
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Werner Raupert, LAND & Forst
am
10.03.2016

Münster - Bilanzpressekonferenz bei Agravis: Mit 45,1 Mio. Euro liegt das Ergebnis vor Steuern zwar deutlich über dem Vorjahr mit 41,7 Mio. Euro. Das Ergebnis aus 2013 mit 53,2 Mio. Euro erreicht es aber nicht. Der Umsatz beträgt 6,94 Mrd. Euro (Vorjahr 7,364 Mrd. Euro).

Die niedrigen Getreidepreise, aber auch die schwachen Energie-, Fleisch- und Milchpreise haben der Agravis Raiffeisen AG das Leben im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015 nicht leicht gemacht, erläuterte der Vorstandsvorsitzende des Unternehmens, Dr. Clemens Große Frie, heute Morgen auf der Bilanz-Pressekonferenz.

Seinen Angaben nach war ein gehöriger Kraftakt nötig, um einen Umsatz von 6,94 Mrd. Euro (Vorjahr 7,364 Mrd. Euro) zu erreichen. Das Ergebnis vor Steuern liegt mit 45,1 Mio. Euro zwar deutlich über dem Vorjahr mit 41,7 Mio. Euro, erreicht aber nicht das Ergebnis aus dem Jahr 2013mit 53,2 Mio. Euro.

In allen Geschäftsbereichen gute bis sehr gute Ergebnisse

Laut Große Frie hat die AGRAVIS in allen Geschäftsbereichen gute bis sehr gute Ergebnisse erzielt, nur an wenigen Stellen habe es „reingeregnet“. So liegt der Produktumsatz im Geschäftsfeld Pflanzen 2015 bei 3,447 Mrd. Euro (- 4 %), im Segment Tiere bei knapp 1,2 Mrd. Euro (+ 3 %), bei der Technik bei 742 Mio. Euro (- 6 %).

Iim Geschäftsfeld Energie wurde ein Produktumsatz von 1,251 Mrd. Euro (- 17 %) erreicht, im Segment Märkte 152 Mio. Euro (- 3 %) und im Bauservice wie im Vorjahr 112 Mio. Euro.Das Eigenkapital ist von 461 auf 515 Mio. Euro angewachsen, die Eigenkapitalquote liegt nun bei 27,2 %. Die Investitionen erreichten nach 92 Mio. Euro in 2014 im abgelaufenen Geschäftsjahr 85 Mio. Euro.

Agravis will Internationalisierung fortsetzen

Für eine profitable Weiterentwicklung des Agravis-Geschäfts will der Konzern die Internationalisierung dosiert fortsetzen, betonte Große Frie. In 2016 soll die Ceravis AG zu einem schlagkräftigen Unternehmen mit 1,3 Mrd. Euro Umsatz ausgebaut werden.

Dazu hat die AGRAVIS zum 1. Januar 2016 die bisherigen Tochtergesellschaften in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, nämlich die Fugema Futtermittel- und Getreidehandelsgesellschaft mbH in Malchin, die Raiffeisen Mölln GmbH & Co. KG in Mölln und die Raiffeisen-Zentrum-Idstedt GmbH in Idstedt, an die Ceravis AG abgegeben.

33% von Handelshaus Bögel

Ebenfalls ins Bild passt, dass sich die AGRAVIS gerade an dem internationalen Handelshaus Bögel beteiligt und 33 % übernommen hat – vorbehaltlich der kartellrechtlichen Zustimmung. Bögel verfügt über mehr als 125 Jahre Erfahrung im nationalen und internationalen Handel mit Futtermittelkomponenten.

Die Agravis erhält damit Zugang zur direkten Beschaffung von Futtermittelkomponenten wie Palmöl und Palmexpeller und zu den Beschaffungsmärkten in Asien.

Weiterentwicklung von Agravis auf gedämpften Marktniveau

Für das laufende Geschäftsjahr geht die Agravis von einer Weiterentwicklung auf gedämpftem Marktniveau aus. Bei einem normalen Jahr ohne große Sondereinflüsse rechnet Groß Frie bei stabiler Preisentwicklung an den Rohstoffmärkten mit einem Umsatz von rund 6,7 Mrd. Euro und einem Gewinn vor Steuern von 48 Mio. Euro.

„Es bleibt aber erklärtes Ziel, dass wir mit der Agravis an unserer Strategie 8/80 – also 8 Mrd. Euro Umsatz bei 80 Mio. Euro Gewinn vor Steuern – festhalten“, bemerkte der Vorstandschef. Dieses Ziel will man 2018 erreichen. An Investitionen sind 2016 rund 60 Mio. Euro geplant.

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