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Agritechnica: Was gefällt den Besuchern?

von , am
15.11.2013

Hannover - Die Agritechnica, die weltgrößte Landtechnik-Messe, zieht derzeit wieder Tausende Besucher an. Wir haben sie gefragt, warum sie auf die Messe kommen.

Wie die DLG in ihrem Zwischenfazit mitteilt, haben bis heute bereits über 200.000 Landwirte und Fachleute aus aller Welt das Messegelände die Agritechnica besucht. Das sind sieben Prozent mehr als 2011.
 
Mario Otto führt einen Milchviehbetrieb mit 400 Hektar Ackerbau auf Rügen. Er ist mit seinem kleinen Sohn zur Messe gekommen: "Wir sind beide fasziniert von der Technik hier", sagt er begeistert. Ihn interessiert besonders die Landtechnik für den ökologischen Landbau, da er einen Betriebszweig ökologisch bewirtschaftet. Investieren möchte er direkt auf der Messe nicht: "Hier auf der Ausstellung schaue ich mich nur um, sammle Tipps und werde dann bei Bedarf zuhause zu meinem Händler gehen, um dort Konkreteres zu besprechen."
 
Martin Lahrkamp aus Gütersloh führt einen Schweinemastbetrieb und möchte schauen, "was es alles Neues gibt". Eine konkrete Anschaffung hat er nicht vor Augen, er möchte sich einen Überblick verschaffen.
 
Christian Burges ist aus Bamberg angereist. Er ist mit seiner Klasse aus der Gärtner-Meisterschule vor Ort. Der Gemüsebau interessiert ihn deshalb besonders. "Ich bin zum zweiten Mal auf der Agritechnica und finde die Neuheiten immer wieder sehr interessant. Wenn ich hier heute abend herausgehe, bin ich rundum informiert. Das gefällt mir!"

"Agritechnica ist Allgemeinwissen"

Wolfgang Plötz bewirtschaftet einen Betrieb mit Ackerbau und Rindermast in Cham, Bayern: "Mich fasziniert die Größe der Messe und die Größe der Landmaschinen immer wieder. Ich bin, glaube ich schon 15 Jahre hier zu Gast." Der Landwirt hat keine konkreten Investitionsabsichten zurzeit: "Wir sind in der glücklichen Lage, dass wir momentan nichts Neues brauchen, aber wenn wir wollten, könnten wir etwas anschaffen, obwohl es mit der Bullenmast im Moment nicht so gut läuft. Aber wir haben keinen Grund zum Jammern." Als Ortsobmann vom Bayerischen Bauernverband müsse er einfach auch wissen, wie die Trends in der Landtechnik aussehen. So sieht der die Agritechnica auch als Möglichkeit an, sich diese Infos zu beschaffen: "Das ist für mich Allgemeinwissen, was dazugehört."
 
Als Landmaschinenmechaniker schaut sich Gunter Wozniak gerne die neuesten Trends bei den Maschinen an, die er repariert: "Für mich ist das die größte Messe mit genau dem Angebot, das mich intereesiert. Dazu gehören Schlepper, Mähdrescher, Häksler, Pressen. Hier kann man zwischen vielen Herstellern vergleichen, das gefällt mir."

Tipps fürs Berufsleben sind gefragt

Auch das Thema Ausbildung zieht viele gerade jüngere Besucher an. So wurde Dennis Korzendorf aus Sellerich von seiner Firma eingeladen, die Messe zu besuchen. Er ist Land- und Baumaschinenmechaniker im dritten Lehrjahr: "Natürlich interessiere ich mich sehr für die neueste Technik. Ich möchte mir hier auch Lehrmaterial für die Schule mitnehmen. Die Kataloge und Prospekte können wir dort immer gut gebrauchen."
 
Katharina Hörter studiert in Bonn Agrarwissenschaften. Sie sucht auf der Messe ein mögliches Thema und Informationen für ihre Bachelorarbeit. Um "etwas pflanzenbauliches" soll es gehen: "Den Schwerpunkt möchte ich auf die Bodenbearbeitung legen", erzählt sie.
 
Sophia Güttich ist aus Dresden gekommen. Dort studiert sie Agrarwirtschaft und ist im Rahmen einer Exkursion nach Hannover gefahren. Sie schaut auf der Agritechnica nach Jobmöglichkeiten für die Zeit nach ihrem Studium, möglichst im Marketingbereich eines Landtechnikunternehmens: "Firmen wie John Deere oder Claas bieten hier Karriereforen, die ich sehr interessant finde. Da kann ich fragen und mich informieren. Solche Gelegenheiten gibt es nicht so oft."
 
Das Thema Ausbildung im Agribusiness findet auf der Agritechnica großen Anklang. Sehen Sie hier ein Interview mit Markwart von Pentz von John Deere mit Tipps für den Berufsweg:
 

 

 
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