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Alternativmedizin für Milchkühe

von , am
21.11.2013

Rastede/Edewecht - Auch Nutztiere können mit Naturheilverfahren behandelt werden. Wir haben zwei Milchviehhalter besucht, die die sanfte Medizin im Alltag mit beachtlichem Erfolg einsetzen.

Landwirt Eike Krause melkt zurzeit 140 Kühe. Bei einer beginnenden Euterentzündung weiß er genau, was zu tun ist. Werden bei der Milchkontrolle erhöhte Zellzahlen festgestellt, spritzt er der betroffenen Kuh ein homöopathisches Mittel. Er ist froh über die Vorteile dieser Medizin: Für eine Gabe homöopathischer Medikamente müsse er nicht auf den Tierarzt warten. Er könne die Mittel zeitnah einsetzen, Nebenwirkungen und Resistenzen gäbe es nicht: "Und besondere schön ist, dass ich nach dem Verabreichen keine Wartezeiten einhalten muss. So haben wir keine Milchverluste und somit keine Kosteneinschränkungen." Mit der Milch verdiene er nun einmal sein Geld und wenn in Sachen Eutergesundheit alles gut laufe, habe er bei der Arbeit besonderen Spaß.
 
Bei Euterentzündungen spritzt er ein homöopathisches Komplexmittel am ersten, dritten und fünften Tag. Nach 14 Tagen wiederholt er die Folge nochmals, um sicherzugehen, dass die Behandlung auch angeschlägt. Meist sei dann bei der nächsten Milchkontrolle nach vier Wochen wieder alles in Ordnung. "Ein Antibiotikum wirkt zwar oft schneller, aber mit der Homöopathie kann ich meine Tiere längerfristiger heilen und ich habe auch das Gefühl, sie sind rundum gesünder", beschreibt Krause, der seit sieben Jahren homöopathische Mittel einsetzt. 

Krankheiten möglichst früh erkennen

Die Tierarztkosten haben sich seit dem Einsatz homöopathischer Medizin auf dem Betrieb Krause um 0,5 Cent pro Liter reduziert, also um etwa ein Drittel der Gesamtkosten. Eine weitere Reduzierung schließt Eike Krause nicht aus: "Irgendwann ist da bestimmt eine Grenze erreicht, aber im Moment können wir sicherlich noch Einiges einsparen." Wichtig sei es, dass man als Homöopath die Krankheiten besonders früh erkennt." Dazu müsse man seine Tiere bei den täglichen Kontrollgängen besonders gut beobachten. Es sei immer besser, die Rinder eher zu behandeln, als etwas zu spät: "Sind sie dann doch nicht krank, macht es nichts, wenn ich einem Tier trotzdem ein Mittel gegeben habe." Homöopathische Medikamente werden auf natürlichem Wege ausgeschieden. Überdosierungen gibt es nicht.
 
Die Grenzen der Homöopathie sind für Eike Krause dann erreicht, wenn er zu spät entdeckt, dass eine Kuh erkrankt ist: "Dann muss ich den Tierarzt holen, der das Tier konventionell behandelt. Das ist ganz klar."
 
Wie kam der Milchviehhalter zur Homöopathie und wie hat sein Tierarzt reagiert? Wofür setzt der Landwirt Effektive Mikroorganismen ein und welchen Nutzen haben sie? - Antworten auf diese Fragen und die Erfahrungen der zweiten homöopatisch arbeitenden Milchviehalterin finden Sie in unserem vollständigen Artikel hier... 
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