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Wolfsrudel bei Munster

Nach Angriff auf Fußgänger: Wolf kommt in Gehege

Redaktion LAND & Forst
am
26.04.2016

Hannover - Ein auffällig gewordener Wolf aus dem Munsteraner Rudel soll eingefangen und in ein Gehege in Springe gebracht werden. Das teilte das Umweltministerium am Montag mit.

Das Tier mit der Kennung „MT6“ hat am Sonntagnachmittag einen Hund gebissen. Der Rüde griff laut Polizei in einem Waldstück bei Groß Hehlen (Landkreis Celle) den angeleinten Hund einer Familie bei einem Spaziergang an. Die Tiere begannen sogleich zu kämpfen.

Dem Hund gehe es nach ärztlicher Versorgung recht gut. Staatssekretärin Almut Kottwitz hatte im Umweltausschuss des Landtages über den Vorfall berichtet.

Weder Klatschen noch Rufen half

„Nach den aktuellen Erkenntnissen hat sich das Tier mit kaum noch erkennbarer Scheu den Spaziergängern so dicht genähert, dass wir veranlasst haben, unverzüglich für eine Entnahme zu sorgen“, sagte Kottwitz. Der Wolf habe weder auf lautes Rufen noch Klatschen reagiert.

Besenderter Wolf mehrfach aufgefallen

Das besenderte Tier war bereits mehrfach ungewöhnlich nah an Menschen herangekommen. So gab es auch schon Versuche schwedischer Experten, den Wolf mittels Lärm und Gummigeschossen fernzuhalten.

6.000 Unterschriften gegen Abschuss

Anhänger von Rüde „MT6“ haben Umweltminister Stefan Wenzel eine Liste mit 6.000 Unterschriften gegen den Abschuss überreicht - für den Grünen-Politiker ist dies das letzte denkbare Mittel.

Letzte Möglichkeit: Wolf erschießen

Es wurde angekündigt, dass der Wolf zunächst betäubt und ins Gehege gebracht werden soll. Sollte das nicht funktionieren, stehe die Polizei bereit, um das Tier zu erschießen.

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