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Wildtierbestand

Die Anzahl der Feldhasen in Niedersachsen ist unverändert

Hase auf einem Feld
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Redaktion LAND & Forst, LAND & Forst
am
15.04.2019

Das vergangene Frühjahr war den Feldhasen gewogen. Ihre Anzahl ist in Niedersachsen konstant geblieben, teilte der Landesjagdverband mit.

Für kleine Hasen ist das Wetter entscheidend

Nicht nur Füchse und andere Räuber können für kleine Feldhasen gefährlich werden. Ganz wichtig ist das Wetter. Entscheidend ist ein hasenfreundliches, also warmes und trockenes Frühjahr, so wie im vergangenen Jahr. So ist der Bestand an Feldhasen in Niedersachsen konstant geblieben. Durchschnittlich leben elf Hasen pro Quadratkilometer auf Niedersachsens Äckern und Feldern, im Bundesdurchschnitt ist die Zahl von elf auf zwölf Hasen pro Quadratkilometer Offenfläche sogar leicht gestiegen, teilt der Landesjagdverband (LJV) mit.

Dabei gab es regional wie in den Jahren zuvor große Unterschiede. So wurden im Norden und Nordwesten bis zu 75 Feldhasen pro Quadratkilometer erfasst, im waldreichen Süden waren es bei den Zählungen vom vergangenen Frühjahr wieder deutlich weniger.

Lebensraum für Hasen schaffen

Hasen sind unter anderem auf abwechslungsreiche Lebensräume und genügend Rückzugsmöglichkeiten sowie nahrhafte Wildkräuter angewiesen. Diese Lebensräume werden zusehends seltener. „Hier ist die Politik gefordert, Anreize für eine wildtierfreundliche Landwirtschaft zu schaffen“, sagt LJN-Präsident Helmut Dammann-Tamke.

„Seit den 1960er Jahren haben sich aber die Lebensräume für die Hasen drastisch verschlechtert", beklagt Andreas Kinser von der Deutschen Wildtier Stiftung. Die Förderung etwa von Blühstreifen und die Entbürokratisierung bei entsprechenden Anträgen kämen nicht nur dem Hasen, sondern vielen anderen freilebenden Arten zugute. „Stimmen die politischen Rahmenbedingungen, sehen wir solche artenreichen Rückzugsbereiche sicher wieder häufiger in der Landschaft“, meint Dammann-Tamke.  

Mit Material von Peer Körner / dpa
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