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Apfelernte: Beste Qualität aus hiesiger Erzeugung

von , am
19.01.2015

Hannover - Die Obstbauern von der Niederelbe melden eine gute Apfelernte in hoher Qualität. Die Preise sind jedoch unbefriedigend.

Äpfel sind gefragt, die Preise für Erzeuger unbefriedigend. © Mühlhausen/landpixel
Die guten Erträge werden für die Obstbauern nun allerdings zu einem Bumerang. Die Früchte sind bestens gefragt, aber werden durchweg zu günstig angeboten. Für ihre Äpfel erhalten sie zurzeit gerade einmal den Betrag von um die 20 Cent je Kilogramm, müssten aber mindestens 30 Cent je Kilogramm erhalten, nur um alle Kosten abdecken zu können. Ein Abstand von mindestens zehn Cent je Kilogramm wäre notwendig, damit die Obstbauern einen Gewinn erwirtschaften und ihre Höfe langfristig weiter bewirtschaften können. Tatsächlich aber sehen sich die Obstbauern mit stetig steigenden Anforderungen der großen Vermarktungsketten konfrontiert, die zusätzliche Kosten verursachen und die Gewinne schmälern. Da erlaubt auch die große Erntemenge keinen Ausgleich.

Erntemenge über Durchschnitt

Rund 700 Vollerwerbsobstbauern an der Niederelbe haben momentan alle Hände voll zu tun, um die Früchte verkaufsfertig zu machen. Das heißt sortieren, verpacken und auf den Weg zum Kunden bringen. Die haben zurzeit dank moderner Lagertechnik weiter die große Auswahl bei Äpfeln aus hiesiger Erzeugung: Vom rotbackigen Elstar über den knackigen Braeburn bis hin zu Red Jonaprince oder dem eher mürben Boskoop bieten Äpfel für jeden Geschmack gesunden Genuss. Und der sollte eigentlich seinen Preis wert sein. An der Niederelbe wächst auf einer rund 12.000 ha großen Fläche Obst, die wichtigste Frucht ist der Apfel, dem etwa 90 Prozent dieses Areals vorbehalten sind. Mit rund 340.000 t lag die Erntemenge im vergangenen Jahr über dem Durchschnitt der vergangenen Jahre und übertraf das schlechte Vorjahr um etwas das Doppelte.
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