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Ratsbeschluss

Artland: Gemeinde verbietet Einsatz von Glyphosat auf ihrem Pachtland

Glyphosat-Pflanzenschutzspritze
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Ralf Stephan, LAND & Forst
am
11.12.2017

Die Samtgemeinde Artland bei Osnabrück verbietet den Einsatz des Wirkstoffs Glyphosat auf von der Kommune verpachteten Flächen.

Den Einsatz des Wirkstoffs Glyphosat verbietet die Samtgemeinde Artland bei Osnabrück auf von der Kommune verpachteten Flächen. Der Gemeinderat stimmte nach eigenen Angaben am Donnerstagabend mit klarer Mehrheit für einen entsprechenden Antrag der Grünen.

Betroffen sind 60 Hektar intensiv genutzter Flächen, die an 15 Landwirte verpachtet seien. Nun muss in einem weiteren Schritt geklärt werden, ob das Glyphosat-Verbot nur für neue Pachtverträge gelten, oder auch auf bestehende Verträge angewandt werden solle.

Neben den 60 Hektar Fläche, die intensiv bewirtschaftet werden, verpachtet die Gemeinde noch rund 100 Hektar, die extensiv genutzt werden. Dort sei der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ohnehin verboten, hieß es.

Landvolk: Glyphosat-Verbot ist befremdlich

Der Vorsitzende des Landvolk-Kreisverbandes Osnabrück und designierte Präsident des Landvolks Niedersachsen, Albert Schulte to Brinke, nannte den Antrag der Grünen „befremdlich“.

Glyphosat sei ein zugelassener Wirkstoff. „Man kann auch ohne Glyphosat arbeiten, aber es ist ein einfach und sehr sicher anwendbares Mittel, und es ist aus fachlicher Sicht sicherlich falsch, das zu verbieten.“

Mit Material von dpa
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