Login
Aus den Regionen

Ausbruch der Vogelgrippe offiziell erloschen

von , am
04.02.2015

Hannover - Die Vogelgrippe in Niedersachsen gilt jetzt offiziell als erloschen, erklärte Landwirtschaftsminister Christian Meyer am Mittwoch in Hannover.

Es besteht Hoffnung, dass die Legehennen bald wieder raus dürfen. © Bergmann
Nachdem nun auch im Landkreis Emsland das Beobachtungsgebiet aufgehoben wurde, sei der Ausbruch der Vogelgrippe in Niedersachsen nunmehr offiziell erloschen, teilte Landwirtschaftsminister Christian Meyer am Mittwoch (4. Februar) auf der Presskonferenz in Hannover mit. Damit hob er den Tierseuchen-Krisenfall auf, und forderte die Landkreise auf, angesichts der neuen Lage die Risikobewertung bei der Aufstallung von Freilandgeflügel erneut und ausgewogen vorzunehmen. "Die umfangreichen Untersuchungen haben bisher keine weiteren Vogelgrippe-Fälle in Nutzgeflügelbeständen ergeben", erklärte Meyer. Die Landkreise müssten jetzt entscheiden, ob die Stallpflicht ganz aufgehoben werde oder zumindest auf Risikogebiete beschränkt werden könne.

Übergangsfrist läuft aus

Für viele Landwirte wäre es wichtig, dass die Stallpflicht bald aufgehoben wird, denn Mitte Februar läuft in den Kreisen Cloppenburg und Emsland die zwölfwöchige Übergangsfrist aus. Besteht dann weiterhin Stallpflicht für die Legehennen, dürfen die Eier nicht mehr die Freiland-Kennzeichnung erhalten, sondern müssen als Produkte aus der Bodenhaltung geprintet werden. Dies hat ökonomische Auswirkungen für die Halter, denn die Preisdifferenz zwischen Freiland und Bodenhaltung liegt bei rund zwei Cent je Ei. Aber auch Lieferverpflichtungen gegenüber den Händlern können davon betroffen sein.

Biosicherheitsmaßnahmen strikt einhalten

Meyer appellierte an die Landwirte, die Biosicherheitsmaßnahmen strikt einzuhalten. "Die Beendigung des Krisenfalles heißt nicht, dass weitere Ausbrüche ausgeschlossen werden könne, aber da bisher keine neuen Vogelgrippe-Fälle aufgetreten sind, sind wir zuversichtlich." Die genauen Wege der Übertragung seien bis heute nicht genau geklärt, "aber wir schließen nichts aus", betonte Meyer. Unter anderem werden die Einstallung von Tieren, Personen- und Fahrzeugverkehr, Waren, Futter, Einstreu und Wasser bei der Analyse der Einschleppungsursachen ebenso in die Betrachtung einbezogen wie der mögliche Eintrag über Wildvögel.
Die bisherigen Kosten, die die Geflügelpest durch Tötung der betroffenen Bestände verursacht hat, bezifferte Meyer auf knapp eine Millionen Euro. Die Entschädigung der Landwirte erfolgt durch das Land und die Tierseuchenkasse. Die Hälfte der Kosten werde irgendwann von der EU übernommen.

Auch interessant