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Belastetes Hühnerfutter auf zwei Bio-Betrieben

von , am
06.01.2015

Hannover - Erneut ist mit Pflanzenschutzmittel belastetes Hühnerfutter nach Niedersachsen geliefert worden. Betroffen sind zwei Bio-Legehennenbetriebe im Weser-Ems-Gebiet.

Ergebnisse der Futterproben von den beiden betroffenen Betrieben werden Ende dieser Woche erwartet. © Mühlhausen/landpixel
Mit Pflanzenschutzmittel belastetes Hühnerfutter ist erneut nach Niedersachsen geliefert worden. Wie bereits im Dezember handelt es sich wieder um aus der Ukraine stammenden Bio-Sonnenblumenpresskuchen. Das Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) teilte jetzt mit, dass zwei Bio-Legehennenbetriebe im Weser-Ems-Gebiet betroffen sind. Das LAVES verfügte, dass die zwei Betriebe zunächst keine Öko-Eier ausliefern dürfen. Zudem müssen sie ihre Abnehmer informieren, mit dem Ziel, gegebenenfalls noch vorhandene Eier nicht mehr als Öko-Ware zu vermarkten.

Über Mecklenburg-Vorpommern nach Niedersachsen

Die jetzt betroffene Charge ist demnach von einem niederländischen Händler über den Hafen Brake nach Mecklenburg-Vorpommern geliefert und dort weiterverarbeitet worden. Unter den 30 Betrieben, die in anderen Bundesländern aus Mecklenburg-Vorpommern beliefert wurden, befinden sich auch die zwei Betriebe aus Niedersachsen. Das LAVES hat Futterproben bei den beiden betroffenen Betrieben entnommen, die untersucht werden. Mit Ergebnissen ist Ende dieser Woche zu rechnen. In Mecklenburg-Vorpommern sind 22 landwirtschaftliche Betriebe für die Bio-Vermarktung gesperrt worden.
 
Bereits im Dezember wurden 18 niedersächsische Betriebe wegen der Verfütterung von kontaminiertem Futter für die Bio-Vermarktung gesperrt. Das Futter war in einer anderen Lieferung über Rotterdam eingeführt und in den Niederlanden verarbeitet worden. Weil in der ökologischen Tierhaltung nur unbelastetes Bio-Futter eingesetzt werden darf, dürfen die Eier nicht als Öko-Ware vermarktet werden. Die Proben der Eier ergaben im Dezember in allen Fällen keinen Nachweis von Pflanzenschutzmittel-Rückständen. Von einer Gesundheitsgefährdung der Verbraucher ist deshalb nicht auszugehen.
 
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