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Öko-Landbau

Bio-Eier: Produktion wird weiter wachsen

Hühnermobil
Margit M. Beck/Diana Schaack
am
03.01.2017

Sowohl auf Produktions- als auch auf Verbraucherseite nahm die Bedeutung der Bio-Eier 2016 zu. Zum Jahresende deutete sich keine Trendwende an, so dass 2017 mit anhaltendem Wachstum am Markt für Bio-Eier gerechnet werden kann.

Abgesehen von den Sommermonaten mit den hohen Temperaturen waren Bioeier 2016 meist knapp verfügbar. Die Packstellenpreise für Bioeier, die die AMI (Agrarmarkt Informations-Gesellschaft) und MEG (Marktinfo Eier und Geflügel) quartalsweise erheben, blieben im 2016 im Wesentlichen stabil. Der Packstellenabgabepreis für 100 Eier der Gewichtsklasse L betrug im dritten Quartal 26,87 Euro, das waren 0,09 Euro/100 Stück mehr als im 3. Quartal 2015.

Stabile Preise für Bioeier

Auch im restlichen Jahresverlauf waren nur wenige Preis­schwankungen zu verzeichnen, da insbesondere die Lieferungen zum Lebensmittel­einzelhandel überwiegend zu festen Vereinbarungen erfolgen. Daher konnten sich auch die Verbraucher bis Ende 2016 zu stabilen Preisen mit Bioeiern versorgen.

Zum Jahresende hin war nicht kontraktgebundene Ware kaum am Markt verfügbar, und deutliche Preisaufschläge konnten realisiert werden. Von Januar bis einschließlich September 2016 kauften die Verbraucher in Deutschland insgesamt 715,5 Mio. Bio-Eier Eine, das waren 2,1 % mehr als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Noch in keinem Jahr waren die Einkaufsmengen in den ersten neun Monaten so groß.

Viele Betriebe sind in die Bio-Eierproduktion eingestiegen

Viele Betriebe sind im Verlauf dieses Jahres in die Bio-Eierproduktion eingestiegen. Dies zeigen die Erhebungen des Statistischen Bundesamtes zur Hennenhaltung und Eierproduktion in Betrieben mit 3.000 und mehr Hennenhaltungsplätzen. So gab es im Oktober 2016 bundesweit 375 Betriebe mit Biohaltung, das waren 43 Betriebe mehr als im Oktober 2015. Allein in Niedersachsen gab es mit 148 Betrieben 17 Betriebe mehr als im Oktober 2015. Rund 44 % aller deutschen Bioeier werden in Niedersachsen gelegt.

Bio-Geflügelmarkt: Was wir schon wissen und was im Dunkeln liegt

Bio-Geflügelfleisch ist immer noch eine Nische. In der deutschen Produktion lagen die Marktanteile 2015 (aktuellere Daten liegen noch nicht vor) zwischen 0,9 % bei Masthähnchen und 5,5 % bei Gänsen. Die größten Wachstumsraten erzielen Masthähnchen, allein 2015 wurden 5 % mehr davon gehalten. Dagegen sind die Putenbestände 2015 wieder gesunken.

Um mehr Wissen über den Markt für Bio-Geflügel zu erlangen, führt die AMI in Zusammenarbeit mit der MEG eine Untersuchung zum Bio-Geflügelfleischmarkt durch. Mehr zu der derzeit laufende Befragung der Geflügelschlachtereien finden Sie auf der Website der AMI unter www.ami-informiert.de →Märkte → Öko-Landbau →Meldungen → Bio-Geflügelmarkt: Was wir schon wissen und was im Dunkeln liegt

 

Mit Material von AMI/MEG
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