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Aktion

Demo 'Wir machen Euch satt 3.0': Im Schlepper vom Emsland nach Berlin

Landwirte vor Schleppern bei Bauerndemo in Berlin
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Birgit Greuner, LAND & Forst
am
21.01.2017

In Berlin fand heute zur Grünen Woche bereits zum dritten Mal die "Wir machen Euch satt"-Demo statt. Auch Junglandwirte aus dem Emsland waren dabei.

700 Landwirte aus dem gesamten Bundesgebiet haben heute die Internationale Grüne Woche (IGW) genutzt, um mit den Berliner Bürgern ins Gespräch zu kommen - auf der "Wir machen Euch satt 3.0"-Demo. Treffpunkt war der Washingtonplatz am Berliner Hauptbahnhof. Auch rund 50 Schlepperfahrer hatten sich zu der Demo aufgemacht.

Mit dabei eine Gruppe junger Emsländer: Die Junglandwirte waren mit ihren Traktoren am vergangenen Donnerstag in die Hauptstadt gestartet. Sie wurden von zwei Schleppern aus NRW begleitet. Den weitesten Weg zur Demo legte ein Landwirt aus Krefeld zurück, der bereits am Dienstag dieser Woche seine Reise angetreten hatte: Er fuhr 600 Kilometer nach Berlin.

Motto der Demo in Berlin: Dialog statt Protest

Das Motto der diesjährigen Demo, die bereits zum dritten Mal stattfindet, lautet "Dialog statt Protest". "Der Dialog ist uns sehr wichtig", sagte dazu Marcus Holtkötter, Landwirt aus Altenberge (Nordrhein Westfalen).

Er ist neben Nadine Henke, Tierärztin und Landwirtin aus dem niedersächsischen Bruchhausen-Vilsen und Bernhard Barkmann, Landwirt aus Messingen im Emsland, einer der Initiatoren der Kundgebung. Die Landwirte hätten das Thema Dialog sehr bewusst gewählt und wollen damit auch einen Gegenpol zu der Demonstration 'Wir haben es satt' setzen. Die findet am selben Tag in Berlin an anderer Stelle statt. "Wir möchten auch daran erinnern, dass es unsere vorrangige Aufgabe ist, Lebensmittel in ausreichender Menge und sicherer Qualität ressourcenschonend zu erzeugen. Das wird in den gesellschaftlichen und politischen Diskussionen heute leider viel zu häufig vergessen", ergänzte Nadine Henke.

Bauerndemo für Vielfalt der Landwirtschaft

Hinter der Kundgebung „Dialog statt Protest“ stehen konventionell und biologisch wirtschaftende, große und kleine Betriebe, Ackerbauern und Tierhalter sowie Landwirte, die aus dem Bereich der Sonderkulturen (Obst, Gemüse, Wein etc.) kommen. Die Landwirte in Berlin vertreten damit die große Vielfalt der deutschen Landwirtschaft.

Die Idee zu dieser Aktion ist aus der Initiative "Frag` den Landwirt" heraus entstanden. Das ist eine große Gruppe von Landwirten, die tagtäglich in den sozialen Netzwerken Antworten auf Fragen zur Landwirtschaft gibt.

Auch bundesweit Demos zum Thema 'Dialog statt Protest'

Bundesweit unterstützten nach ersten Schätzungen mindestens 5.000 weitere Landwirte die Kundgebung „Dialog statt Protest“. In zahlreichen Städten hatten die Landwirte zu kleineren und größeren Infoveranstaltungen aufgerufen. Dort suchten sie aktiv das Gespräch mit den Verbrauchern vor Ort.

In diesem Jahr waren beispielsweise die Städte Braunschweig, Celle, Göttingen, Beckum, Aurich, Stade und Schwerin dabei.

Über die Aktionen hat die LAND & Forst live auf Facebook berichtet. Schauen Sie unter facebook.com, LAND & Forst. Lesen Sie auch die Nachberichterstattung in der LAND & Forst 04/17.

Mit Material von Landvolk Niedersachsen und agrarpress

Demo 'Wir machen euch satt 3.0': Dialog statt Protest

Demo in Berlin
Demo Landwirte aus Meppen
Traktoren vor Kanzleramt
Traktorfahrer bei Demo
Plakat an Traktor
Rednerbühne Demonstration Berlin
BBV-Präsident Heidl
Landwirt Felix Müller in Berlin
Agrargenossenschaft Beyern in Brandenburg
Landwirte aus Baden-Württemberg
Landvolk Niedersachsen
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