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Aus den Regionen

Deutsches Vieh speist regional

von , am
02.02.2015

Hannover – Lebensmittel aus der Region ist für viele Verbraucher die richtige Devise beim Einkauf. Diesen Ansatz haben die deutschen Tierhalter bereits verinnerlicht.

Bei der Rindviehfütterung stammt das Futter überwiegend aus eigenem Anbau. © krick/agrar-press
Mit über 87 Prozent stellen inländische Futtermittel den Hauptteil der Rationen in deutschen Rinder-, Schweine- oder Geflügelställen dar. Knapp 80 Mio. Tonnen (t) Futtermittel, umgerechnet in Getreideeinheiten, wurden im Wirtschaftsjahr 2011/12 in deutschen Ställen an das Vieh verfüttert. Diese Daten hat der Deutsche Verband Tiernahrung ermittelt, neuere Zahlen sind leider nicht verfügbar, da sie auf komplexen wirtschaftlichen Statistiken beruhen.

Futter aus eigener Erzeugung

Mit 41,764 Mio. t überwiegen die so genannten Grundfuttermittel wie Rau- und Saftfutter. Dazu zählen beispielsweise Silage, Heu oder Gras, die Landwirte auf den zum Hof gehörenden Flächen erzeugen. Sie stellen 52,6 Prozent aller Futtermittel. Den zweitgrößten Posten beansprucht mit 21,463 Mio. t oder 27 Prozent des Gesamtverbrauchs inländisches Getreide. Mit hiesigem Kraftfutter, beispielsweise auf Basis von Rapsprodukten, die bei der Speiseölherstellung als Koppelprodukt anfallen, oder auch Hack- und Eiweißfrüchten bringen es die inländischen Futtermittel auf 69,572 Mio. t. Gut ein Viertel der Futtermittel, genau 26,2 Prozent, entfielen im Wirtschaftsjahr 2011/12 auf Mischfutter. Ein Teil des Mischfutters wird zugekauft, viele Landwirte setzen aber - je nach Verkaufserlösen für das eigene Getreide - zunehmend mehr hofeigenes Mischfutter ein. Dafür werden zum Teil lediglich einzelne Komponenten wie Eiweißfutter, Mineralstoffe oder ähnliches zugekauft.


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