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Aus den Regionen

Dorfentwicklung für weitere 16 Dorfregionen

von , am
14.01.2015

Hannover - Niedersachsens Landwirtschaftsminister hat gestern die 16 neuen Teilnehmer des erfolgreichen Dorfentwicklungsprogramms bekanntgegeben. Hier eine Liste der Auserwählten.

Die Dorfentwicklung zu fördern ist ein wichtiger Motor für ländliche Entwicklung. © Mühlhausen/landpixel
16 neue Regionen zur Dorfentwicklung wurden jetzt vom Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium zur Förderung ausgewählt. Minister Christian Meyer begrüßte die Wahl: "Ich freue mich, so viele gute Vorschläge und Konzepte für eine moderne, ökologisch-soziale Dorfentwicklung fördern zu können."

Zusätzliches Förderprogramm hilft

Die Mittel für Dorfentwicklungsprojekte hatte die Landesregierung mit dem neuen PFEIL-Programm zur ländlichen Entwicklung deutlich aufgestockt. Vorbehaltlich der Genehmigung durch die EU-Kommission ist geplant, in dieser Förderperiode mehr als 115 Millionen Euro aus EU-Geldern für Dorfentwicklungsmaßnahmen in Niedersachsen zu reservieren. Hinzu kommen weitere Ko-Finanzierungsmittel von Bund und Land. Der Landtag hat zusätzlich zwei Millionen Euro Landesmittel für private Dorfentwicklungsmaßnahmen in 2015 zur Verfügung gestellt. 

Kooperationen mehrerer Dörfer gefördert

Zusammen mit den neu aufgenommenen 16 Dorfregionen können nunmehr insgesamt 309 Dorfentwicklungsverfahren gefördert werden. Die Landesregierung hatte für die Ausschreibung die inhaltlichen Vorgaben für die Dorfentwicklung auf den demographischen Wandel, Flächensparen, Innenentwicklung und Klimaschutz ausgerichtet. Zudem werden vor allem Kooperationen mehrerer Dörfer gefördert.

Was geschieht nun in gewählten Regionen?

Für die Dorfregionen wird nun jeweils ein Plan für das Dorfentwicklungsverfahren erstellt. Diese Planaufstellung nimmt in der Regel ein bis zwei Jahre in Anspruch. Nach Prüfung und Anerkennung stimmt das Amt für regionale Landesentwicklung den zeitlichen Rahmen, der für die Umsetzung der Maßnahmen erforderlich ist, mit der Kommune ab. Auf dieser Basis können dann die Förderanträge gestellt werden, die je nach Antragslage und zur Verfügung stehender Fördermittel bewilligt werden. Aus diesem Grund sind zum jetzigen Zeitpunkt auch nähere Aussagen über konkrete Fördersummen für die neuen Teilnehmer nicht möglich. Mit der Aufnahme in das Programm wurde die Grundsatzentscheidung getroffen, die Höhe der Fördermittel ergibt sich dann aus dem jeweiligen Dorfentwicklungsprozess und der Förderfähigkeit der jeweiligen Einzelprojekte in den kommenden Jahren. 
 
Neu ins Dorfentwicklungsprogramm des Landes Niedersachsen kommen:
  • Dorfregion Rheiderland, Landkreis Leer (mit Ortsteilen der Samtgemeinde Bunde, der Gemeinde Jemgum und der Stadt Weener),
  • Dorfregion Equord, Landkreis Peine (mit Ortsteilen der Gemeinde Hohenhameln),
  • Dorfregion Kutenholz, Landkreis Stade (mit Ortsteilen der Gemeinden Brest, Harsefeld und Kutenholz),
  • Dorfregion Bergdörfer Südharz, Landkreise Goslar und Osterode (mit Ortsteilen der Städte Braunlage und Bad Herzberg),
  • Dorfregion Holle, Landkreis Hildesheim (mit Ortsteilen der Gemeinde Holle),
  • Dorfregion Winsener Marsch, Landkreis Harburg (mit Ortsteilen der Stadt Winsen/Luhe),
  • Dorfregion Rütenbrock, Landkreis Emsland (mit Ortsteilen der Stadt Haren),
  • Dorfregion Cappeln, Landkreis Cloppenburg (mit Ortsteilen der Gemeinde Cappeln),
  • Dorfregion Ostercappeln, Landkreis Osnabrück (mit Ortsteilen der Gemeinde Ostercappeln),
  • Dorfregion Estorf, Landkeis Nienburg (mit Ortsteilen der Gemeinden Estorf, Husum, Landesbergen, Leese),
  • Dorfregion Selsingen, Landkreis Rotenburg (mit Ortseilen der Gemeinden Ostereistedt, Seedorf, Selsingen, Rhade),
  • Dorfregion Peine-West, Landkreis Peine (mit Ortsteilen der Stadt Peine),
  • Dorfregion Rintelner Staatsforst, Landkreis Schaumburg (mit Ortsteilen der Stadt Rinteln),
  • Dorfregion Lüchow, Landkreis Lüchow-Dannenberg (mit Ortsteilen der Gemeinden Clenze, Küsten, Luckau, Lüchow, Waddeweitz und Wustrow),
  • Dorfregion Apen, Landkreis Ammerland (mit Ortsteilen der Gemeinde Apen),
  • Dorfregion Lutter am Barenberge, Landkreis Goslar (mit Ortsteilen der Samtgemeinde Lutter am Barenberge).
 
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