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Dünge-Sperrfrist angeblich missachtet

von , am
05.02.2015

Die Dünge-Sperrfrist endet offiziell am 1. Februar. Es gibt aber Ausnahmen. Das wussten vermeintlich pflichtbewusste Bürger nicht, die deshalb niedersächsische Landwirte angezeigt haben.

Organische Dünger dürfen offiziell erst ab dem 1. Februar auf die Felder ausgebracht werden. © hapo/landpixel
Am 31. Januar endete die durch die Düngeverordnung festgelegte Sperrfrist für Gülle, Jauche, Gärreste aus Biogasanlagen, Geflügelkot, stickstoffhaltige Mineraldünger sowie viele Klärschlämme. In Niedersachsen haben Ende Januar Bürger Anzeige gegen Landwirte erstattet, die angeblich innerhalb der Sperrfrist Gülle auf ihre Felder ausgebracht hatten. Das berichtete die Nordwest-Zeitung NWZ.
 
Die Düngebehörde stellte jetzt klar, dass die Landwirte zu Recht Gülle ausgebracht hatten, da das Sperrfristende für ihre Betriebe von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen vorverlegt wurde. "Um bodenschonend ausbringen zu können, haben einige Landwirte mit Genehmigung der Landwirtschaftskammer die Sperrfrist um zwei Wochen vorgezogen, im Herbst die Gülledüngung also früher eingestellt und sind damit berechtigt, ab dem 16. Januar zu düngen."

Boden muss aufnahmefähig sein

Generell ist zu beachten, dass der Boden bei der Düngung aufnahmefähig sein muss. Deshalb dürfen bei Wassersättigung des Bodens, geschlossener Schneedecke oder dauerhaft gefrorener Bodenoberfläche weder Gülle noch andere Düngemittel ausgebracht werden. Verstöße gegen die Vorschriften werden als Ordnungswidrigkeit geahndet und führen zu Abzügen bei den EU-Betriebsprämien.
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