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Kooperation Fuhrberger Feld

Düngerstreuer-Check für Grundwasserschutz

Pressedienst
am
28.04.2016

Düngerstreuer-Check im Fuhrberger Feld: Vom Land gefördert wirtschaften in dem Trinkwassergewinnungsgebiet 150 Landwirte besonders grundwasserschonend. Auch ihre Düngerstreuer werden dafür regelmäßig überprüft.

Die 25-jährige, bewährte Kooperation Fuhrberger Feld zwischen den Land- und Forstwirten und enercity umfasst mit 30.400 Hektar das größte zusammenhängende Grundwasserschutzgebiet. Seit 2008 ist das Ingenieurbüro INGUS  mit der Grund­wasser­schutz­beratung der 150 teilnehmenden Landwirte beauftragt. Bezahlt wird die Beratung aus Mitteln der Niedersächsischen Wasserentnahmegebühr.

In dem Grundwasserschutzgebiet gewinnen die Stadtwerke Hannover jährlich rund 40 Millionen Kubikmeter Trink­wasser für die Landeshauptstadt Hannover und weitere Städte im Versorgungsgebiet.

Düngetechnik als wichtige Stellschraube

Die Landwirte sollen Düngung so gezielt wie möglich durchführen, um die Pflanzen optimal zu versorgen, um die Umweltauswirkungen aber so gering wie möglich zu halten. Neben der Düngungshöhe ist die Düngetechnik hierbei eine wichtige Stellschraube.

Richtige Einstellung des Düngerstreuers ist wichtig

Aus diesem Grund hat das Büro INGUS zusammen mit der DEULA Nienburg GmbH eine Schulung in Langenhagen-Hainhaus zur optimalen Düngerstreuer - Einstellung durchgeführt. Die richtige Düngerstreuer-Einstellung verbessert die Nährstoffeffizienz, ist wirtschaftlich und dient dem Wasserschutz.

Düngerstreuercheck mit Schalen

Der sicherste Weg zur Überprüfung der Maschinen ist, vor jedem Düngerwechsel selbst einen Test mit mindestens acht Prüfschalen zu machen. Beim „Düngersteuercheck“ werden die Düngerstreuer mittels 40 Schalen überprüft.

Die Plastikschalen werden in zwei Reihen im Abstand von zwei Metern auf dem Feld verteilt. Der Landwirt fährt dann mit laufendem Streuer über die Schalen. Die Düngerkörner fallen in die Plastikschalen und werden anschließend gewogen.

Optimale Verteilung des Düngers spart Bares

Ziel ist es den Dünger gleichmäßig auf dem Feld zu verteilen, so dass nicht an einer Stelle zu viel oder an anderer Stelle zu wenig Dünger landet. An Stellen, an denen zu viel liegt, können die Pflanzen nicht alle Nährstoffe aufnehmen und an Stellen, wo zu wenig landet, sind die Früchte unterversorgt.

Eine optimale Düngerverteilung lohnt sich auch finanziell. Zusätzliche Ausgaben bei Überdüngung werden vermieden wie auch Mindererlöse durch reduzierte Erträge bei Unterdüngung.

Wie kann der Landwirt negative Umwelteffekte vermeiden?

Um negative Umwelteffekte zu vermeiden, sollten folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Gute Kenntnis der Düngerqualität durch den Anwender,
  • hoher technischer Gerätezustand,
  • Berücksichtigung der Umweltbedingungen,
  • ausreichende Qualifikation der Anwenders.

Um alle diese Faktoren optimal umzusetzen, ist eine stetige Weiterbildung der Landwirte im Bereich Düngetechnik und im besten Fall auch die Heranziehung entsprechender Fachleute erforderlich.

Der Düngerstreuer-Check soll im nächsten Jahr wiederholt werden.

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