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Erdbeeren: Frühe Früchte im Handel

von , am
11.05.2015

Burgdorf - Nach dem Start der Spargelsaison kommen jetzt auch die ersten süßen roten Früchten auf den Markt - Erdbeeren aus geschütztem Anbau wie Folientunneln und Gewächshäusern.

3.500 ha Erdbeeranbau gibt es in Niedersachsen und Hamburg. © Marks/landpixel
Die Spargelsaison läuft, jetzt hoffen die Landwirte nach windigen Tagen und kühlen Nächten auch auf gute Preise für die Erdbeeren. Die ersten Früchte aus geschütztem Anbau wie Folientunneln und Gewächshäusern werden bereits in diesen Tagen geerntet. "Die frühen Sorten brauchen mehr Aufwand und sind daher etwas teurer, aber auch schon sehr schmackhaft", sagte eine Landvolk-Sprecherin.

Hoch hinaus auf Stelzen

Eine besondere Anbaumethode nutzt Cord Meyer in Burgdorf. In seinem Folienhaus wachsen Erdbeeren auf Stelzen. Die Früchte sind in Substratsäcke gepflanzt, die auf Autobahnplanken in 1,5 Meter Höhe liegen. "Das ist einmal sehr bückfreudig, und die Erdbeeren bleiben sauber und frei von Pilzen", sagte Meyer. Für die Bestäubung sorgen Hummelvölker, die dafür von spezielle Betrieben ausgeliehen werden. Denn Insekten und Bienen sind in den vergangenen kühlen Tagen kaum unterwegs. Meyers Gewächshaus mit den erhöhten Stellagen wird energiesparend nur von der Sonne beheizt. Das reichte aber schon, um die ersten Früchte zu ernten. Je nach Witterung wird Ende Mai die Haupternte erwartet.

3,5 Kilo Erdbeeren pro Jahr

Von den bundesweit 15.000 Hektar Anbauflächen für Erdbeeren liegt ein Drittel in Norddeutschland. 3.500 Hektar davon werden in Niedersachsen und Hamburg für die süßen Früchte genutzt. Ein Schwerpunkt des Erdbeermarktes ist Weser-Ems-Region und rund um Vechta-Langförden. Viele Anbauer mit Direktvermarktung wählen Standorte nahe der Städte, da dort die größte Nachfrage herrscht. Nach Angaben von Landvolk und Landesbauernverband isst jeder Bundesbürger durchschnittlich rund 3,5 Kilo pro Jahr.
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