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Erntezeit bedeutet auch Unfallzeit

von , am
26.06.2015

Obwohl Erntemaschinen laufend technisch verbessert werden, bleiben die Unfallzahlen im Umgang mit ihnen hoch. Die LAND & Forst Ausgabe 26 klärt auf, wie Sie Unfälle mit teils wenig Aufwand vermeiden können.

Vor Inbetriebnahme müssen die hoch beanspruchten Befestigungsteile geprüft werde. Haarrisse, zum Beispiel im Oberlenker, sind häufig mit bloßen Augen zu erkennen. © SVLFG

Viele der heutigen Erntemaschinen stellen durch ihre komplexen Bauweisen und ihre Abmaße immer höhere Anforderungen an die Bediener. Für landwirtschaftliche Unternehmer wird es indes immer schwieriger, geeignetes Personal zu finden, das die modernen Mähdrescher oder Feldhäcksler fahren kann. Was früher mit einer kurzen Einweisung getan war, erfordert heute oftmals eine Fahrerschulung durch den Hersteller oder durch die Werkstatt.

Vorsicht bei der Grasernte

Im Umgang mit Erntemaschinen werden der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG) vor allem Unfälle im Straßenverkehr, beim Auf- und Absteigen von der Maschine sowie bei Wartungs- und Instandsetzungsarbeiten gemeldet. Letztere enden besonders schlimm, wenn in die laufende Maschine eingegriffen wird. Insbesondere während der Grasernte mit dem Feldhäcksler ist besondere Aufmerksamkeit geboten. Verstopfungen im Bereich von Messertrommel und Wurfbeschleuniger erfordern bei der Störungsbeseitigung zum Teil manuelles Eingreifen.

Mitarbeiter unterweisen

Bevor jedoch Schutzeinrichtungen entfernt werden dürfen, müssen alle Aggregate (Messertrommel und Wurfbeschleuniger) zum Stillstand gekommen sein. Dies kann je nach Bauart des Feldhäckslers über zwei Minuten dauern. Keinesfalls darf der Feldhäcksler bei geöffneten Schutzeinrichtungen in Gang gesetzt werden, um die Beseitigung der Verstopfung zu kontrollieren. Um dieses richtige Verhalten zu fördern, ist eine ausreichende und angemessene Unterweisung des Feldhäckslerfahrers und der Mitglieder der Häckselkette erforderlich. Diese Unterweisung muss vor Erntebeginn erfolgen und ist bei Bedarf regelmäßig zu wiederholen.
 
Personen in nächtlicher Dunkelheit oder im sogenannten toten Winkel der Maschine sind besonders gefährdet, da sie vom Fahrer leicht übersehen werden können. Rückfahrkameras und Spiegelsysteme verbessern die Übersicht. Ein weiterer Unfallschwerpunkt ist das Freischleppen von festgefahrenen Maschinen. Hier werden besondere Anforderungen an die zu nutzenden Anschlagmittel und -punkte gestellt.
 

Mehr zum Thema lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 26/2015 auf Seite 14. Möchten Sie die LAND & Forst für einen Monat gratis zum Probelesen bestellen? Dann klicken Sie hier…

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