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Ferkelgrippe PED: Sorge vor Überschwappen nach Europa

von , am
21.01.2015

Seit dem ersten Ausbruch von PED (Porcine Epidemic Diarrhoe) in den Schweinebetrieben der USA in 2013 ist nichts mehr, wie es einmal war. Tierärzte mahnen auch in Europa zur Wachsamkeit.

Bei unklarem Durchfallgeschehen sollte ggf. auch eine Untersuchung auf PED (Coronaviren) veranlasst werden. © Dr. Nienhoff
Über die USA verbreitete sich die Krankheit schnell, zuerst in den US-Bundesstaaten Iowa und Oklahoma und danach zeitnah über weitere Bundesstaaten, nach Kanada und nach Südamerika. Nach Schätzungen sind in Nordamerika bislang mindestens ca. 5 bis 6 Mio. Ferkel in über 5.000 Betrieben der Seuche zum Opfer gefallen. Man spricht davon, dass im ersten Winter ca. 10 % der amerikanischen Ferkelpopulation dahingerafft wurde. Nach Fällen - einer milden Form - bei Mastschweinen in Deutschland und den Niederlanden mahnen Tierärzte nun zu Wachsamkeit.

Milde Form von PED auch in Norddeutschland

Das Virus der PED gehört zu den Coronaviren des Schweines. Im Februar 2014 wurde noch ein weiteres Coronavirus in den USA gefunden. Dieses sogenannte Delta-Coronavirus zeichnet sich durch einen deutlich milderen Verlauf aus. Im vergangenen Sommer gab es Meldungen, dass drei deutsche Mastschweinebetriebe im norddeutschen Raum von einer milden Form der PED betroffen waren. Ende 2014 kam eine gleichlautende Meldung aus den Niederlanden.
 
Beim Schwein unterscheidet man sogenannte Alpha- und Delta-Coronaviren. Bei den Alpha-Viren werden noch zwei Typen unterschieden, I Typ: TGE („Oldenburger Schweineseuche“), PRCV (befällt die Atemwege, kaum klinische Symptome, weit verbreitet); II Typ: PED. Zu beachten: Antikörper gegen PRCV schützen nicht gegen PED.

Seit 2010 Impfstoffe nicht mehr wirksam

Im Prinzip kennt man PED schon recht lange. Die Infektion wurde bereits 1971 bei Mastschweinen beschrieben und in den 70er und 80er Jahren gab es auch in Europa eine massive Klinik bei abgesetzten Ferkeln und Mastschweinen, doch diese Ausbrüche verschwanden in Europa zunehmend wieder. Auch in Asien ist das Virus seit langem bekannt und insbesondere die chinesische Schweineproduktion lebte damit. 2010 stellte sich jedoch eine Veränderung ein, die bis dahin eingesetzten Impfstoffe waren nicht mehr wirksam.
 
Mehr dazu lesen Sie in der LAND & Forst Ausgabe 04/2015 auf Seite 40/41.
 
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