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Emsland

Feuerwehren im Dauereinsatz - Landwirte wichtige Helfer

Renate Bergmann, LAND & Forst
am
06.07.2018

Die Feuerwehren im Emsland sind derzeit stark gefordert: In mehreren Orten sind Flächenbrände auf Strohfeldern sowie auf Wald- und Moorflächen ausgebrochen.

Die anhaltende Trockenheit, der stark böige und sich immer wieder drehende Wind begünstigen, dass auch zunächst kleinste Brände sich rasend schnell ausbreiten. Einige Brände wurden durch brennende Strohpressen verursacht, berichten die Feuerwehren im Emsland.

Feuer auf dem Acker bedroht Wald

Der folgenreichste Flächen- und Waldbrand brach am Sonntagvormittag auf einem Strohfeld in Börger Ortsausgang Surwold aus. Passanten hatten ein Feuer auf einer Flächen von 10 bis 20 Quadratmeter entdeckt. Als die Ortsfeuerwehr Börger eintraf, „flog“ das Feuer über ein rund zehn Hektar großes Kornfeld, auf dem das gedroschene Stroh lag. Die Flammen griffen dann auf ein Waldstück über und zerstörten hier die Vegetation auf etwas 15 000 Quadratmetern. Dem massiven Einsatz von neun Feuerwehren war es zu verdanken, dass das das Feuer gehalten werden konnte. Die Wälder um Börger gehören zu den größten zusammenliegenden Waldgebieten des Emslandes.

Feuerwehren bedanken sich für unkomplizierte Hilfe

Bei mehreren Flächenbränden kamen engagierte Landwirte den Feuerwehren zur Hilfe und verhinderten mit Bodengrubbern, die die Oberflächen der Kornfelder „mit Boden schwarz machen“ und mit Wasser befüllte Güllefässer einsetzten. Die Abschnittsleiter Andreas Wentker (Emsland-Süd), Wolfgang Veltrup (Emsland Mitte) und Gerd Köbbe (Emsland Nord) zeigten sich dankbar für die unkomplizierte Unterstützung.
Sie bitten die Landwirte und Lohnunternehmer, die während dieser Trockenheitsphase mit Güllefässern Hilfe leisten wollen, sich bei der örtlichen Feuerwehren zu melden. „Gut wäre es, wenn schon mit Wasser befüllte Fässer auf den Höfen in Bereitschaft stehen könnten und schnell verfügbar wären“, so Wentker, Veltrup und Köbbe. Die Feuerwehren verfügten teilweise über Übergangsstücke, um auf das Wasser in den Fässern zugreifen zu können.  „Landwirte sind sehr wichtige Helfer“, ergänzte Kreisbrandmeister Holger Dyckhoff und unterstützt den Appell seiner Abschnittsleiter.

Mit Material von PM Feuerwehre/Lambert Brand
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