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Flurbereinigung: Mehr Verfahren als im vergangenen Jahr

von , am
04.09.2015

Hannover - In diesem Jahr werden in Niedersachsen insgesamt neun neue agrar-, wald- und umweltorientierte Flurbereinigungsverfahren eingeleitet. Hinzu kommen fünf neue Unternehmensflurbereinigungen.

Neu ist das verstärkte Augenmerk auf umweltpolitische Aspekte und den ökologischen Nutzen von Flurbereinigungsverfahren. © Mühlhausen/landpixel
Die Ämter für regionale Landesentwicklung Braunschweig, Leine-Weser, Lüneburg und Weser-Ems haben jetzt grünes Licht für die Einleitung der Flurbereinigungsverfahren für das Jahr 2015 erhalten. Das ist eine deutliche Steigerung der aus EU-Mitteln finanzierten Maßnahmen gegenüber dem Vorjahr, in dem fünf vereinfachte Flurbereinigungsverfahren eingeleitet wurden. Hinzu kommen fünf neue Unternehmensflurbereinigungen. Neu ist das verstärkte Augenmerk auf umweltpolitische Aspekte und den ökologischen Nutzen von Flurbereinigungsverfahren. Alle neuen Verfahren, bis auf die Unternehmensflurbereinigungen, mussten neben dem agrarstrukturellen Nutzen einen hohen ökologischen Mehrwert und Nutzen nachweisen.
 
Sieben der neuen vereinfachten landwirtschaftlichen Flurbereinigungsverfahren liegen in den Landkreisen Goslar (Neuenkirchen), Göttingen (Breitenberg), Diepholz (Düste und Dörpel), Lüchow-Dannenberg (Jeetzelbrücken I) und Emsland (Wesuwermoor und Heede). Mit dabei ist auch ein Waldflurbereinigungsverfahren im Landkreis Peine (Klein Lafferder Forst). Hier wird durch die Zusammenlegung von forstwirtschaftlichen Grundstücken eine genossenschaftliche Nutzung des Waldes erreicht und zudem auch ein wichtiger Beitrag zur Umsetzung der Vorgaben des Landschaftsschutzes und der FFH-Zielsetzungen geleistet. Ebenfalls neu dabei ist eine Flurbereinigung in Verbindung mit dem Flächenmanagement für Klima und Umwelt im Landkreis Cuxhaven (Langenmoor), die den Hauptschwerpunkt in der Verbesserung der ökologischen Situation unter besonderer Berücksichtigung der Landwirtschaft hat.

Flurbereinigung ökologisch ausgerichtet

Die in das Flurbereinigungsprogramm aufgenommenen neuen Verfahren dienen nicht nur der Stärkung bäuerlicher Familienbetriebe und deren Wettbewerbsfähigkeit durch Maßnahmen für bessere Arbeits- und Produktionsbedingungen. Sie berücksichtigen darüber hinaus als integriertes Landentwicklungsinstrument auch Ziele wie den Hochwasserschutz, den Boden- und Gewässerschutz, die ökologische Vernetzung von Biotopen und die nachhaltige Entwicklung der Gemeinden.  
 
Die neuen Verfahren sind von hoher Bedeutung für die Unterstützung der agrar-, wald- und umweltpolitischen Ziele der Landesregierung. Die Akteure vor Ort nutzen die Chance und bringen sich in die Planungen der Verfahren aktiv ein. Landwirtschaftsminister Christian Meyer sagte dazu: "Das Land Niedersachsen setzt mit seiner seit 2013 erfolgten ökologischen Neuausrichtung der Flurbereinigung bundesweit Maßstäbe. Dieses Instrument der nachhaltigen Landentwicklung wird, wie man an der steigenden Anzahl an freigegebenen Projekten erkennen kann, auch positiv von den Beteiligten angenommen."
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