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Förderung von Agrarinvestitionen: 70 Anträge eingegangen

von , am
01.06.2015

Hannover - Auch 2015 sind nach der Neuausrichtung des Agrarinvestitionsförderungsprogramms (AFP) 70 Anträge mit einem Fördervolumen von rund 8,5 Millionen Euro bei der LWK eingegangen.

Mindestinvestitionsvolumen des AFP: 20.000 Euro © Mühlhausen/landpixel
Seit 2014 müssen Anträge für die Agrarinvestitionsförderung (AFP) in der Tierhaltung deutlich höhere Standards - weit über den gesetzlichen Anforderungen - erfüllen. Von den 70 Anträgen, die 2015 eingegingen, sind 43 tierschutzgerechte Stallbauten. Fast jeder vierte Stall erfüllt die höheren Vorgaben der Premium-Stufe der Förderung. Im ersten Jahr nach der Umstellung des AFP gab es 69 Anträge.
 
Für die Förderung gibt es die im Koalitionsvertrag vereinbarten Obergrenzen bei den Tierzahlen. Es werden ausschließlich Betriebe gefördert, die nicht mehr als 300 Rinder, 1.500 Mastschweine oder zum Beispiel 15.000 Legehennen halten. Die Ställe müssen den Tieren ausreichend Platz und Auslauf bieten. 29 der beantragten Ställe sind moderne Rinderställe mit Außenbereich oder Weidehaltung. Auch sechs sogenannte Hühnermobile wurden beantragt. Insgesamt gibt es für acht ökologisch wirtschaftende und 62 konventionelle Betriebe eine Förderung mit den höheren gesellschaftlichen Auflagen. Zum umweltschonenden Nährstoffmanagement werden auch 21 Güllelager, Festmistplatten oder Fahrsiloanlagen gefördert. Acht Antragssteller sind Junglandwirte, die bei einer Förderung besonders berücksichtigt werden.

Mindestinvestition 20.000 Euro

Das AFP wurde 2014 neu ausgerichtet. Kernstück des Programms ist die Bindung der Tierhaltung an die Fläche. Betriebe, die eine Förderung bekommen wollen, dürfen maximal zwei Großvieheinheiten (GV) pro Hektar landwirtschaftlich genutzter Fläche halten. Diese Regelung zielt darauf, die großen Probleme der Nitratbelastung im Grundwasser insbesondere in den tierhaltungsintensiven Regionen zu reduzieren. Darüber hinaus ist die AFP-Förderung mit der Vorgabe einer neunmonatigen Güllelagermöglichkeit verbunden, damit sich die Verwertung der Gülle ausschließlich am Bedarf der Pflanzen orientiert. Das Mindestinvestitionsvolumen wurde auf 20.000 Euro abgesenkt. Insgesamt beträgt der Förderanteil zwischen 20 und 40 Prozent der Investitionssumme.
 
Erstmalig werden auch mobile Hühnerställe bezuschusst. Besonders tiergerechte Haltungssysteme können mit einem erhöhten Fördersatz versehen werden. Auch sonstige Investitionen, die besondere Anforderungen in den Bereichen Umwelt-, Klima- oder Verbraucherschutz erfüllen, erhalten eine Förderung. Das nächste Antragsverfahren ist für Februar 2016 geplant.
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