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Niedersächsische Landesforsten

Forstwirtschaft: Geplante Einschläge verzögern sich

Landvolk Pressedienst
am
14.03.2016

Ein wichtiger Baustein nachhaltiger Waldbewirtschaftung ist die Bodenschonung. Derzeit gibt es große Schwierigkeiten, das Holz aus dem Bestand zu bekommen. Wie es in den niedersächsischen Forsten aussieht, das berichtet der Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Südhannover Fabian von Plettenberg.

Ein wichtiger Baustein nachhaltiger Waldbewirtschaftung ist die Bodenschonung. Das bedeutet, dass Holz nur bei Frost oder trockenem Boden geschlagen und vor allem abtransportiert wird. So wird der Waldboden geschont.

„Wir haben derzeit große Schwierigkeiten, das Holz aus dem Bestand zu bekommen. Wir wollen auf keinen Fall die Rückegassen beschädigen“, erläutert Fabian von Plettenberg, Geschäftsführer der Forstbetriebsgemeinschaft Südhannover.

Hochpreisphase für Holz hält an

Plettenberg könnte eigentlich zufrieden sein. Stammholz, besonders die Eichen, haben im vergangenen Jahr bei den Submissionen hervorragende Preise erzielt. Und die Hochpreisphase hält an.

Doch von Plettenberg hat kaum etwas zu vermarkten. „Wir werden in der aktuellen Einschlagsaison längst nicht alle geplanten Einschläge vornehmen können, weil der Boden nicht gefroren und zu nass ist, obwohl die Nachfrage da ist“, erklärt er.

Einschlag verschoben

Stammholz könne zwar teilweise geschlagen werden, da aber unsicher ist, wann es gerückt werden kann, wagen die Förster den Einschlag nicht.

„Die Qualität der Buchen und Nadelbäume verschlechtert sich zu sehr, wenn sie zu lange im Wald gelagert werden. Und wir wissen nicht, wann wir wieder rücken können“, sagt von Plettenberg.

Knappes Angebot eventuell positiv für Preis

Hier sieht der Geschäftsführer den einzigen Vorteil der aktuellen Situation: „Die Verknappung des Angebots könnte sich positiv auf den Preis auswirken“, hofft er.

Schließlich stünden die Waldbesitzer landesweit vor diesem Problem. Lediglich in reinen Nadelholzbeständen könne nach Ansicht von Plettenbergs eventuell gerückt werden, da eine dicke Schicht aus Nadeln den Boden schütze.

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