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Frühkartoffeln: Trotz Trockenheit gute Ernte erwartet

von , am
23.06.2015

Die Frühkartoffelerzeugergemeinschaft nordöstlich von Hannover ist ein Zusammenschluss von 150 Landwirten mit aktuell 2.700 Hektar Anbaufläche. Trotz Trockenheit rechnen sie mit guter Ernte.

Ab jetzt wird ausreichend schalenfeste Ware auch in Supermärkten verkauft. © Mühlhausen/landpixel
Frühkartoffelanbau auf 2.700 Hektar: Das ist eine Größenordnung, die die Position bei der Vermarktung stärkt. Die ganz frühe Ware mit loser Schale wurde überwiegend über den Großmarkt in Hamburg oder Hannover verkauft. Jetzt werden ausreichend schalenfeste Kartoffeln geerntet, um in kleinen Beuteln über die Supermärkte verkauft zu werden. „Noch fehlen hierfür ausreichend Abnehmer, aber ausländische Ware wird knapp und der Markt ist entspannt, da der Abverkauf gut läuft“, sagt Joachim Hasberg, Geschäftsführer der niedersächsischen Frühkartoffelerzeugergemeinschaft.

Beregnung gegen Trockenschäden

Er ist grundsätzlich zufrieden: "Wir sind guter Dinge, dass es trotz Trockenheit und Beregnung eine zufriedenstellende Ernte wird, da unsere Kartoffeln von allen Seiten nachgefragt werden." Die Bestände sehen derzeit noch sehr gut aus, größere Trockenschäden haben die Landwirte mit Hilfe der Beregnung verhindern können. Der Vegetationsvorsprung, den die Kartoffelanbauer bis vor zwei Wochen noch verzeichnen konnten, ist allerdings durch die niedrigen Temperaturen geringer geworden. Deshalb ruht nun alle Hoffnung auf reichlich schalenfester Ware, die zu guten Preisen verkauft werden kann.
 
Bisher drückte die schwierige Witterungssituation auf die Laune: "Alle sind gefrustet, weil durch die Beregnung ein hoher Arbeitsdruck entsteht", erklärt Hasberg. Die Beregnungsanlagen liefen derzeit Tag und Nacht und müssen regelmäßig umgesetzt werden, da nicht nur Kartoffeln, sondern auch Rüben und Getreide dringend Wasser benötigen.
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