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Futtermittel

Geflügel: Verunreinigungen im Futter gefunden

am Freitag, 16.11.2018 - 12:05

Verunreinigungen im Geflügelfutter sorgten für Betriebssperrungen. Auch niedersächsische Geflügelmast- und Legehennenbetriebe betroffen.

Bei der Untersuchung einer Masthähnchen-Probe aus Nordrhein-Westfalen wurde eine Überschreitung des Höchstgehalts für die sogenannten nicht-Dioxin-ähnlichen PCBs („ndl-PCBs“) festgestellt. Ursache waren Futtermittel, die durch Lackabsplitterungen aus Verladezellen eines Futtermittelherstellers in Nordrhein-Westfalen verunreinigt worden waren.

Legehennen

290 Tonnen der mit möglicherweise ndl-PCB-kontaminierten Futtermittel sollen nach Niedersachsen geliefert worden sein. Die amtliche Überprüfung der Betriebe durch die Futtermittelüberwachung des LAVES ergab, dass die an niedersächsische Betriebe gelieferten Futtermittel aus den verdächtigen Chargen bereits verfüttert worden waren. Daraufhin veranlasste das ML Beprobungen, damit aus den betroffenen Betrieben bis zum Vorliegen von Untersuchungsergebnissen kein Geflügelfleisch und keine Eier in Verkehr gebracht werden.

Geflügelbetriebe in Niedersachsen betroffen

  • Aktuell betroffen durch Futtermittellieferungen sind auch niedersächsische Betriebe in den Landkreisen Osnabrück, Nienburg und Grafschaft-Bentheim. Bei den Betrieben handelt es sich um Hähnchenmast-, Legehennen- und Putenmastbetriebe.
  • Bei einem der von den Futtermittellieferungen betroffenen Betriebe handelt es sich um einen Junghennenaufzuchtbetrieb im Landkreis Nienburg. Aus diesem Betrieb wurden Junghennen an 18 Legehennenbetriebe in verschiedenen Landkreisen in Niedersachsen (Ammerland, Aurich, Diepholz, Emsland, Leer, Nienburg (Weser), Landkreis Oldenburg, Region Hannover, Rotenburg (Wümme), Wolfenbüttel, Zweckverband JadeWeser) geliefert.
  • Auch diese Betriebe unterliegen einer amtlichen Sperre, bis durch Untersuchung der Hennen und der von ihnen gelegten Eier die Unbedenklichkeit geklärt ist.

Aktuell werden weitere Ermittlungen und Probenahmen in den niedersächsischen Legehennenbetrieben durchgeführt. Vom Ergebnis der Untersuchungen hängt ab, ob die Gewinnung von Eiern zum Verzehr wieder zugelassen werden kann. Bis dahin bleiben alle Betriebe amtlich gesperrt.

Mit Material von Niedersächsisches Ministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz