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Es geht auch ohne Antibiotika im Schweinestall

von , am
22.09.2014

Dörte Rieke und ihr Mann Andreas kommen seit zwei Jahren ohne den Einsatz von Antibiotika im Schweinestall aus. Wie sie das machen und welche Vorteile sie darin sehen, lesen Sie hier.

Dörthe Rieke verabreicht die homöopathischen Wirkstoffe, wie aufgelöste Kügelchen, mit einer Sprühflasche. © Gerstenkorn

Ohne den Einsatz von Antibiotika im Schweinestall - wie geht das? Für die Antwort muss man etwas ausholen: Dörte Riekes Interesse an alternativen Heilmethoden wurde durch ihre Kinder geweckt. Als eine ihrer Töchter ein Jahr alt war, hatte sie eine Mittelohrentzündung, die sich trotz zahlreicher Behandlungsversuche und Antibiotika nicht gebessert hat. Dörte Rieke dachte damals: "Das muss auch anders gehen". Die Zusammenarbeit mit einem Heilpraktiker war erfolgreich und Ansporn, sich weiter mit dem Thema zu beschäftigen.

"Wenn Homöopathie bei Menschen funktioniert, wieso dann nicht auch bei den Schweinen", dachte sich die junge Landwirtin. Der Arbeitskreis der Landwirtschaftskammer "Homöopathie in der Tierhaltung" kam da gerade recht. Seit 2010 ist Dörte Rieke in dem Arbeitskreis, der von Heilpraktikerin Edda Hübert geleitet wird, tauscht sich mit Kollegen aus und wird von Hübert beraten. Als Dörte Rieke Anfang 2011 mit dem Einsatz von Homöopathie bei den Tieren begonnen hat, war ihr Mann zunächst skeptisch. Der Erfolg gibt ihr mittlerweile Recht und hat auch ihren Mann überzeugt. Damit die Behandlung erfolgreich ist, müssen Riekes genau beobachten und schnell handeln. "Das  aber in der Schulmedizin genauso wichtig", meint die Landwirtin.

Keine Sekundärinfektionen und Rückfälle nach Antibiotika-Verzicht

Seit sie im Betrieb auf eine schulmedizinische Einstallprophylaxe verzichten und so gut wie keine Antibiotika einsetzen, beobachten Riekes, dass Sekundärinfektionen und Rückfälle nicht mehr auftreten. Dörte Rieke führt das darauf zurück, dass Antibiotika auch die "guten" Keime im Darm und damit die Abwehr der Schweine schwächen. Durch die homöopathischen Mittel werden die eigenen Abwehrkräfte der Schweine angeregt. Zudem bringen sie keine Wartezeiten oder Nebenwirkungen mit sich. Wegen der guten Erfahrungen, weiten Riekes den Einsatz alternativer Heil- und Präventionsmethoden im Betrieb aus. Für die Reinigung der Abteile verwenden sie "effektive Mikroorganismen".
 
 
Wie hoch sind die Kosten für die homöopatische Behandlung im Vergleich zu den vorherigen Tierarztkosten bei den Riekes? Warum schließen die Landwirte den Einsatz von Antibiotika trotzdem nicht kategorisch aus? - Das erfahren Sie in unserem ausführlichen Artikel hier...

Video: Globuli und Co. fürs Milchvieh

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