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Milchlandpreis

Die "Goldene Olga" geht nach Rauderfehn

Pressedienst
am
29.02.2016

Bad Zwischenahn/Rhauderfehn - Die Gewinner des Milchlandpreises stehen fest: Die Goldene Olga erhielten Hilmar und Bertraud Schulte sowie Sohn Hilmar Bernd mit seiner Partnerin Wiebke Junker.

Im Beisein zahlreicher hochrangiger Gäste wurde heute auf dem Hof der Familie Schulte in Rhauderfehn-Holte eine „Goldene Kuh“ aufgestellt. Die lebensgroße Kuh-Statue mit Namen „Olga“ ist die sichtbare Auszeichnung für den Milchviehbetrieb von Hilmar und Bertraud Schulte sowie deren Sohn Hilmar Bernd mit seiner Partnerin Wiebke Junker.

Überreicht wurde die Auszeichnung am vergangenen Freitag vom Europaabgeordneten Matthias Groote sowie Jan Heusmann, Vorsitzender der Landesvereinigung der Milchwirtschaft (LNV). Ein Jahr lang wird sie den Hof des modernen Aussiedlungsbetriebes in Holte schmücken. Zusätzlich wird ein attraktives Hofschild über diesen Erfolg informieren.

Bester Milcherzeugerbetrieb Niedersachsen 2015

Den Hof der beiden sehr engagierten Paare hatte eine Fachjury Anfang Dezember zum „Besten Milcherzeugerbetrieb Niedersachsens 2015“ gekürt. Die eigentliche Ehrung erfolgte im Rahmen einer eindrucksvollen Festveranstaltung in Bad Zwischenahn.

Nicht nur hohe Milchleistung genügt

Um den Milchlandpreis zu gewinnen, genüge nicht etwa nur eine hohe Milchleistung. Das machten die Ehrengäste in ihren Ansprachen deutlich. Dafür bedürfe es erheblich mehr.

Das stellte insbesondere der Europaabgeordnete Matthias Grote bei der Aufstellung heraus: „Der Familienbetrieb Schulte ist ein hervorragendes Beispiel für eine verantwortungsbewusste und moderne Unternehmensführung, in deren Mittelpunkt das Wohl der Tiere und der Arbeitskräfte auf dem Hof steht.“

Milchlandpreis als Markenzeichen

Jan Heusmann betonte: „Der Milchlandpreis ist in Niedersachsen das Markenzeichen für Erfolg und Nachhaltigkeit.“ Die Auszeichnung mit dem Milchlandpreis zeige die erstklassigen und hochwertigen Managementfähigkeiten.

Exzellentes Herdenmanagement

Die Jury sei bei ihrem ganztägigen Audit insbesondere von dem außerordentlich gut strukturierten und gepflegten Betrieb und dem exzellenten Herdenmanagement beeindruckt gewesen.

Sie lobte zudem den besonderen Kuhverstand der beiden Betriebsleitergenerationen. Die Leistung des Betriebes sei gerade beim derzeitigen Preistief für Milch besonders anzuerkennen und vorbildlich.

Wohlbefinden der Kühe besonders wichtig

Die Sieger-Familie Schulte freute sich bei der Übergabe sichtlich. Hilmar Schulte stellte den vielen Gästen mit einem gewissen Stolz ihr Betriebskonzept vor: „Wir ziehen hier alle an einem Strang. Vielleicht ist es auch unsere Stärke, dass wir unsere Tiere sehr regelmäßig im Stall beobachten. Unser letzter Stallgang ist abends um 22.00 Uhr.“

Im Detail sind die Aufgaben in der Familie klar verteilt, berichtete Schulte weiter: „Mein Sohn kümmert sich intensiv um die Tiere und ist zudem für den Stall, in dem mit dem Roboter gemolken wird, verantwortlich. Ich selbst übernehme das Füttern und die Außenarbeiten, im Melkstand ist meine Frau der Chef.“

Stall konsequent auf Kuhkomfort ausgerichtet

Wichtig sei aber, dass sich alle gegenseitig vertreten könnten, wenn einer der Beteiligten frei habe. Besonders wichtig sei allen zudem das Wohlbefinden der Kühe: „Wir haben unseren Stall konsequent auf einen möglichst hohen Kuhkomfort ausgerichtet. Viel frische Luft, Tageslicht und komfortable Buchten tun den Tieren sichtlich gut.“

Details zum Hof Schulte

Die Familie hat ihren Betrieb im Zuge der Flurbereinigung in mehreren Schritten zwischen 2004 und 2006 auf der „grünen Wiese“ ausgesiedelt und dabei komplett neu aufgebaut. Heute werden 96 Hektar Grünland und Ackerland bewirtschaftet. Insgesamt werden 140 Milchkühe und 90 Rinder als weibliche Nachzucht gehalten.

Die Tiere erreichen mit rund 10.500 Kilogramm pro Jahr bei einem Fettgehalt von 4,35 Prozent und einem Eiweißgehalt von 3,55 Prozent eine sehr gute Leistung. Die Milch wird an die Molkerei Ammerland eG in Wiefelstede geliefert.

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