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Grünland: Pflegemaßnahmen am Start

von , am
09.03.2015

Hannover - Die Winterruhe geht zu ende, Niedersachsens Landwirte starten jetzt auf den knapp 700.000 ha Grünland im Lande mit Pflegemaßnahmen wie Striegeln und Walzen.

Vor der ersten Mahd steht jetzt erstmal die erste Düngung an. © Mühlhausen/landpixel
Insgesamt bewirtschaften Niedersachsens Bauern knapp 700.000 ha Grünland. Davon sind knapp 70.000 ha als reine Wiesen beim Landesamt für Statistik registriert. Die Pflanzen werden zu Vegetationsbeginn mit Dünger versorgt und gestriegelt. Ein dichter Bestand ist die Voraussetzung für gutes Futter und unterdrückt Unkrautkonkurrenz. Das Einebnen der Maulwurfshaufen verringert nach der Ernte den Eintrag von Erde in die Silage. In der Nähe von Mooren und auf sehr humosen Böden, die im Winter hochgefroren sein können, walzen die Landwirte die Flächen, um den Pflanzen eine gute Verwurzelung zu ermöglichen. Bestehende Lücken werden mit frischen Grassamen versorgt, der im besten Falle leicht angedrückt wird. Bei einer frühen Schnittnutzung und vor allem bei einer Beweidung hat der Grassamen gute Chancen heranzuwachsen und den Wert des Grünlandes zu erhöhen.

Wiesen zur Mahd

Im Gegensatz zu den Weiden, auf denen ab Mai wieder Rinder, Pferde und Schafe grasen, werden die Wiesen regelmäßig gemäht, um aus den Halmen Heu oder Anwelksilage zu gewinnen. Dabei ist Gras ist nicht gleich Gras. Der genaue Blick auf eine Wiese oder Weide zeigt seine große Artenvielfalt. Je nach Bodenfeuchte und Witterungsbedingungen schwankt diese, denn die einzelnen Arten kommen unterschiedlich gut mit den Standortbedingungen zurecht. Neben den vorherrschenden Gräsern kommen auf Grünlandflächen auch Klee- und Kräuterarten vor. Diese schmecken neben den Nutztieren auch zum Beispiel Mäusen, die ihre Gänge und Höhlen in ihrem Schutz bauen. Sitzstangen für Greifvögel können helfen, diese "Mitesser" zu reduzieren.
 
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