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Vogelschutz

Gut aufpassen bei der „Stunde der Wintervögel“

Vogelfutter wird auch zu Winterausgang noch von Vögeln gut angenommen.
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Redaktion LAND & Forst, LAND & Forst
am
05.01.2019

Amsel, Meise, Spatz und Rotkehlchen: Auch in diesem Winter ruft der Naturschutzbund Deutschland zu seiner Vogelzähl-Aktion auf.

Vom 4. bis 6. Januar kann jeder eine Stunde lang Vögel am Futterhäuschen, im Garten, auf dem Balkon oder im Park zählen. Das pure Interesse und die Freude an der Vogelwelt reichen zur Teilnahme aus, eine besondere Qualifikation ist für die Wintervogelzählung laut Nabu nicht nötig. Die Beobachtungen können unter www.stundederwintervoegel.de bis zum 15. Januar gemeldet werden. Zudem ist für telefonische Meldungen am 5. und 6. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr die kostenlose Rufnummer 0800-1157-115 geschaltet.

Vogelhaus und selbst gebaute Futtersäule ziehen im Winter viele Vögel an

„Mit besonderer Spannung erwarten wir die Ergebnisse für die Amsel, auf die die Usutu-Epidemie des vergangenen Sommers eine große Auswirkung haben könnte“, so NABU-Bundesgeschäftsführer Leif Miller, „2018 trat die für Amseln tödliche Viruserkrankung erstmals fast deutschlandweit auf und hat vor allem in Norddeutschland zu einem regelrechten Massensterben geführt.“ Ein milder Winter könnte allerdings auch dafür sorgen, dass viele Amseln im Land bleiben und nicht wegziehen. Die gemeldeten Zahlen könnten dann höher als erwartet ausfallen, so Miller.

Um die 15 häufigsten Piepmätze gut zu erkennen, haben die Naturschützer für das Internet ein kostenloses Info- und Lernprogramm entwickelt (www.vogeltrainer.de). Dort erfahren Neugierige zum Beispiel auch Eigenheiten von Gimpel, Grünfink, Kleiber und Ringeltaube.

Bei der Vogelzählung im Januar 2018 beteiligten sich mehr als 136.000 Menschen. Damals belegte der Haussperling den Spitzenplatz als häufigster Wintervogel in Deutschlands Gärten. Kohlmeise und Blaumeise folgten auf Platz zwei und drei.

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