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Forst

Harz: Landesforsten befürchten Borkenkäfer-Plage

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Renate Bergmann, LAND & Forst
am
26.06.2017

Aus Angst vor einer rasanten Ausbreitung des Borkenkäfers und anderer Waldschädlinge hoffen Niedersachsens Förster dringend auf Niederschlag.

Borkenkäfer machen Förstern immer wieder Sorgen. Vor allem bei Trockenheit können sich die Schädlinge im Wald sehr schnell ausbreiten. Im Harz befürchten die Experten derzeit eine Plage. Aus Angst vor einer rasanten Ausbreitung des Borkenkäfers und anderer Waldschädlinge hoffen Niedersachsens Förster dringend auf Niederschlag.
"Wenn wir könnten, würden wir reichlich Regen und gleich auch noch niedrigere Temperaturen bestellen", sagte der Sprecher der Landesforsten, Michael Rudolph. Wegen des trockenen Frühjahrs seien Fichten in vielen Teilen des Harzes deutlich früherer als in anderen Jahren schon jetzt von Borkenkäfern befallen. Hohe Temperaturen stressten die Bäume zusätzlich.

Lage noch nicht dramatisch

Noch sei die Lage zwar nicht dramatisch. Aber vor allem im Oberharz und am nördlichen Harzrand gebe es in den Fichtenbeständen an vielen Stellen bereits einige Bäume befallen. Diese Bereiche könnten allerdings schnell wachsen, wenn es warm und trocken bleibt. Borkenkäfer bohren sich in die Baumrinde, um dort ihre Eier abzulegen. Sie zerstören dabei die Wasser- und Nährstoffleitbahnen der Fichten. Bei Wassermangel können die Bäume nicht ausreichend Harz zur Abwehr der Schädlinge bilden und sterben ab.
 

Frühzeitige Kontrolle

Um dies zu verhindern, lassen die Landesforsten befallene Stämme schnellstmöglich fällen und aus dem Wald holen, zum Beispiel am Wurmberg bei Braunlage. «Dort waren schon im Frühjahr deutlich mehr Bäume befallen als üblicherweise zu dieser Jahreszeit», sagte Rudolph. Bereits im Mai waren rund 500 Bäume durch starken Borkenkäferbefall vertrocknet, so dass sie geschlagen und aus dem Wald gebracht werden mussten. Um befallene Fichten frühzeitig zu erkennen, kontrollieren Förster überall im Harz die Bäume auf verräterische Spuren. Verdächtig sind kleine Bohrlöcher in den Stämmen und Bohrmehl am Fuß der Bäume.

Mit Material von Ini
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