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Heidschnuckenauktion: An Mr. Müden kam keiner vorbei

von , am
19.07.2013

Müden/Örtze - Jedes Jahr am zweiten Donnerstag im Juli bieten die Heidschnuckenzüchter ihre schönsten Jungböcke auf der Auktion in Müden/Örtze an. Wer in diesem Jahr kam und siegte, lesen Sie hier.

Diese Ia-Böcke der jeweiligen Altersklasse überzeugten die Preisrichter. © Brockob
Mehr als 800 Züchter, Bieter und Zuschauer aus ganz Deutschland trafen sich am vergangenen Donnerstag in Müden/Örtze. Der schönste Heidschnuckenbock kam aus Wietze. Bei der schon am frühen Morgen mit strahlendem Sonnenschein gestarteten Körung erhielt der Bock die Traumnoten 8/8/8 von der Körkommission.
 
34 der 41 vorgestellten Tiere erhielten die Zuchtwertklasse I, dies zeigt die gute, einheitliche Qualität. Die Preisrichter Bruno Becker aus Wipperfürth und Joachim Rehse aus Klein Bünstorf, hatten es nicht leicht, die Tiere in drei Altersklassen zu prämieren und daraus den Jahrgangssieger zu ermitteln, unterschieden sich die Tiere doch nur in Nuancen.

Korrekter Körperbau und Eignung zur Landschaftspflege sind entscheidend

Bei der Bewertung stehen korrekter Körperbau und die Eignung zur Landschaftspflege im Mittelpunkt. Dafür brauchen die Schnucken ein gutes Fundament mit korrekter Beinstellung und ein gleichmäßiges, mischwolliges Vlies, dass die rassetypische Färbung haben sollte. "Da die Tiere bei Wind und Wetter draußen sind, muss das Fell zum Schutz vor Regen glatt und lang abwachsen sein", erklärte Zuchtleiter Klaus Gerdes. Wolle unterm Bauch ist erwünscht, damit die Tiere im Winter beim Liegen gut geschützt sind. Auch die Hornstellung geht in die Bewertung ein: Die der Böcke sind schneckenförmig, dürfen aber nicht zu nah am Kopf sein, um beim Wachsen keine gesundheitlichen Probleme zu bereiten.
 
Die drei Ia-Böcke aus den Zuchten Tewes, Rüpke und Fischer erfüllten die geforderten Kriterien nahezu perfekt. Als Siegerbock und damit Mr. Müden, ging die Katalognummer 40 hervor, aus der Zucht von Detlef Fischer, vom Heidschnuckenhof Jeversen. Der jüngste aus dem Trio überzeuge durch hervorragende Bemuskelung, eine schöne Oberlinie, ein gutes Fundament und "ist ein Bock der durch seine Erscheinung einfach ins Auge fällt und an dem keiner vorbei kommt," waren sich Körkommission und Preisrichter einig. Den Reservesieger mit der Katalog Nummer 6 stellte Peter Hinnerk Tewes.
 
 
Welchen Durchschnittspreis erzielten die Böcke bei der anschließenden Auktion? Was kostete der Siegerbock? Wird die Heide künftig als Futterfläche anerkannt? Mit welchen Auswirkungen des vergangenen Hochwassers haben die Schäfer derzeit noch zu kämpfen? Antworten auf diese Fragen und weitere interessante Informationen von der Heidschnuckenauktion erfahren Sie in unserem vollständigen Artikel hier...
 
 
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