Login
Aus den Regionen

Hofreport: Gerste im Lager, Raps verhagelt

von , am
25.07.2014

Salzdahlum - Auf der Domäne Salzdahlum ist die Gerste- und Rapsernte nun beendet. LAND&Forst-Videoredakteurin Birgit Greuner hat sich mit in den Mähdrescher gesetzt und nach dem Ertrag gefragt.

Wir treffen Betriebsleiter Johannes Weber bei der Gerste. Er füllt gerade eine Kornprobe ab, um auf dem Hof die Feuchtigkeit des Getreides zu bestimmen. Anhand des Ergebnisses weiß er, ob er mit dem Dreschen beginnen kann. Auf dem 420 Hektar-Verbundbetrieb läuft die Ernte der 65 Hektar Gerste bereits seit zehn Tagen. Wetterbedingt gab es kurze Unterbrechungen.
 
An diesem sonnigen Tag fährt Andreas Faber, fester Mitarbeiter auf der Domäne, den Mähdrescher. Er holt die letzten fünf Hektar vom Feld. Der Drescher ist eine Leihmaschine, die auf der Domäne über eine Druschgemeinschaft mit zwei anderen Landwirten genutzt wird. 40 bis 60 Tonnen Gerste drischt sie in der Stunde. Die automatische Lenkung hält das Fahrzeug per GPS auf Kurs.
 
Jetzt zur Ernte ist die Feuchtigkeit im Boden von Nachteil: "Für den Mähdrescher ist das nicht das Problem. Der hat ein Bandlaufwerk. Es sind die voll beladenen Anhänger auf dem Feld, die die Bodenstruktur angreifen." Wenn möglich, werden die LKW am Feldrand befüllt.

Logistik zählt

"Die eigentliche Herausforderung beim Dreschen ist die Logistik hinter dem Mähdrescher", betont Johannes Weber. "Wir fahren meist einen Teil zum Händler. Da sind wir mit drei Zügen unterwegs." Den anderen Teil bringen sie in die eigenen Anlagen. Auf dem Hof gibt es zwei Getreideannahmen und zwei Trocknungen. "Und wenn wir damit nicht hinter der Leistung des Dreschers herkommen, dann weichen wir noch auf unser Flachlager aus." Die Verluste hat Johannes Weber genau im Blick. Regelmäßig überprüft er hinter dem Mähdrescher durch Pusten auf die Bodenoberfläche, wieviele Körner auf den Boden fallen und nicht im Drescher landen. "Alle zwei bis drei Tage nutze ich aber auch eine Auffangschale, damit ich mich nicht nur auf mein Bauchgefühl verlasse", erzählt der Landwirt.

Nur ein ausgeschlafener Mähdrescherfahrer bringt auch die notwendige Leistung. Deshalb wird der Fahrer regelmäßig gewechselt. "Wir haben insgesamt drei Fahrer und teilen zwei davon für einen Tag ein, damit sie ausgeruht ans Werk gehen und den Mähdrescher auch an dessen Leistungsgrenze nutzen können."

Wie vermarktet Landwirt Weber seine Gerste in Zeiten niedriger Preise? Und wie kann er den Hagelschaden beim Raps ausmerzen? Welche Rolle spielen Vorkontrakte bei ihm?  - Das erfahren Sie in unserem ausführlichen Artikel hier, wo Sie auch den Betriebsspiegel finden... 
 
 
In Teil I des Hofreportes von der Domäne Salzdahlum begleiten wir Johannes Weber bei der Bestandkontrolle auf den Acker und schauen in seine Legehennen-Mobilställe. Klicken Sie in den Film zu unserem ersten Besuch vor Ort ...
 
Beim zweiten Besuch berichten wir aus den Erdbeerfeldern und mischen uns unter eine Gruppe Landfrauen, die die Legehennen des Betriebes kennenlernen möchten. Klicken Sie hier in unseren Bericht...

Auch interessant