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Hohe Anerkennungsquote beim Erstaudit

von , am
30.07.2015

Tierwohlinitiative - Die Erstaudits der Initiative Tierwohl für schweinehaltende Betriebe sind nahezu abgeschlossen, teilte die Initiative mit. Die Anerkennungsquote beim Audit läge bei 94,1 %.

K.O.-Kriterien waren beispielsweise eine unzureichende Anzahl an Tränken oder ein unzureichender Stallboden. © Diekmann-Lenartz
Wie die Initiative mitteilte, wurden auf den bislang 2.121 kontrollierten Standorten in 1.996 Fällen die angegebenen Kriterien erfüllt. Insgesamt 125 Betriebe oder 5,9 % haben die Überprüfung nicht überstanden und erhielten eine sogenannte K.O.-Bewertung.
Das Ergebnis zeige, dass für die Landwirte das Tierwohl eine große Bedeutung habe und sie sich sehr gut vorbereitet hätten, erklärte der Geschäftsführer der Initiative, Dr. Alexander Hinrichs.
Die Zulassung zur Initiative erhielten bisher 1.266 Schweinemastbetriebe, 443 Sauenhalter und 287 Ferkelaufzuchtbetriebe. Sie haben damit einen Auszahlungsanspruch des Tierwohlentgelts über eine Laufzeit von drei Jahren erworben.

Stalleinrichtungen und Anlagen oft das größte Hindernis

Für die beim Audit durchgefallenen Betriebe seien die Anforderungen bezüglich der Stalleinrichtungen und Anlagen oft das größte Hindernis gewesen, teilte die Initiative mit. So seien beispielsweise einige Halter an einer unzureichenden Anzahl an Tränken, dem Tränkewassercheck oder einem unzureichenden Stallboden gescheitert.

Die Mittel, die für diese Unternehmen reserviert waren, fließen in den Etat der Initiative zurück und werden zukünftig Betrieben auf der Warteliste die Teilnahme ermöglichen. Dies soll allerdings erst am Jahresende geschehen. Bis dahin will die Initiative gemeinsam mit den Partnern aus Landwirtschaft, Fleischwirtschaft und Lebensmitteleinzelhandel den Finanzierungstopf erweitern, um den Teilnehmerkreis vergrößern zu können.

Insgesamt 86 Auditoren von 15 neutralen Zertifizierungsstellen waren laut Initiative seit Mai 2015 deutschlandweit im Einsatz, um die Einhaltung der Kriterien und Tierwohlmaßnahmen auf den Höfen zu überprüfen. Nur bei wenigen Betrieben stehe die Auditierung noch aus.
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