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Hundehalter

Hundekot gehört nicht auf landwirtschaftliche Flächen

Landvolk Pressedienst
am
23.05.2016

Hannover - Der Kot von Hunden ist mit vielen Keimen und Parasiten belastet. Er sollte deshalb auch nicht auf landwirtschaftlichen Flächen verbleiben.

Hundekot ist aber nicht vergleichbar mit Wirtschaftsdünger wie Gülle oder Substrat. Der Kot von Hunden und Fleischfressern im Allgemeinen ist mit vielen Keimen und Parasiten belastet, ein Problem für die Landwirte.

Hundehaufen auf der Weide verunreinigen Gras, Heu und Silage. Beim Mäh- und Erntevorgang gelangt Hundekot in das Futter, kann Krankheitserreger auf Nutztiere übertragen und beispielsweise bei Rindern Fehl- oder Totgeburten auslösen.

Erdbeeren und Spargel durch Hundekot unverkäuflich

Ebenso besorgt sind Gemüse- und Obstbauern. Kein Verbraucher möchte Erdbeeren oder Spargel von Feldern konsumieren, auf denen Hunde ihr Geschäft erledigt haben. Werden Krankheitserreger auf den Produkten festgestellt, sind die Waren unverkäuflich und verursachen empfindliche Umsatzeinbußen.

In der Zeit vom 1. April bis zum 15. Juli (allgemeine Brut-, Setz- und Aufzuchtzeit) sollten Hunde auf Feld- und Waldwegen an der Leine geführt werden, so steht es im Niedersächsischen Gesetz über die Wald- und Landschaftsordnung.

Weiden und Äcker wie Nachbars Garten

Dies trifft auch für landwirtschaftliche Wirtschaftswege zu. Was viele Hundehalter nicht wissen: Weiden, Wiesen und Äcker müssen als Privateigentum ebenso geachtet werden wie der Garten des Nachbarn.

Die Landwirte appellieren an die Einsicht und das Verständnis der Hundehalter. Bitte bedenken Sie beim nächsten Spaziergang mit Ihrem Hund, dass dessen Kot Abfall ist. Der gehört nicht auf den Acker, sondern in die Tonne.

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