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Niedersachsens Wälder

Immer mehr Buchen und Eichen

dpa/lni
am
25.04.2016

Braunschweig - In Niedersachsens Wäldern dominieren immer noch Nadelbäume wie Fichten und Kiefern. Für den Wald der Zukunft setzen die Landesforsten verstärkt auf Buche und Eiche.

Noch überwiegt in Niedersachsen nach Zahlen des Landwirtschaftsministeriums der Anteil der Nadelbäume mit 53 Prozent, im Jahre 2002 waren es noch 57 Prozent. Führende Baumart ist die Kiefer, die 29 Prozent der Waldfläche einnimmt, bei den Landesforsten sind es nur noch 19 Prozent.

Der Anteil der Laub- und Mischwälder soll weiter ausgebaut werden. "Derzeit liegt der Mischwaldanteil der Landesforsten bereits bei rund 70 Prozent", sagte Sprecher Reiner Baumgart.

70 Millionen Buchen seit 1991 gepflanzt

Deutschland wäre ohne den Menschen ein von der Buche bestimmtes Waldland. In den kommenden Jahrzehnten solle der Anteil der Buchen in den Landesforsten auf mehr als 30 Prozent gesteigert werden. Seit 1991 seien dort deshalb mehr als 70 Millionen Buchen gepflanzt worden.

Kleine Laubbäume in historischen Nadelwäldern

"Wir pflanzen vor allem kleine Laubbäume in die großen, historisch gewachsenen Nadelwaldkomplexe etwa in der Heide oder im Harz", sagte Baumgart. "Dazu kommen die vielen Millionen Buchen, die sich von selber aussäen und dann von den Förstern in ihrer Entwicklung gefördert werden."

Das Ziel sind stabile und artenreiche Wälder. Die früher nicht nur im Bergbau so beliebten Fichten bedeckten vor allem im Harz noch immer große Flächen. "Sie sind aber als Reinbestand anfällig gegen Stürme und Schädlinge", erklärte Baumgart, selbst ausgebildeter Förster.

Niedersachsen besonders waldreich

Niedersachsen hat gut 12.000 Quadratkilometer Wald, nur Bayern und Baden-Württemberg haben mehr. "Wir müssen unseren Nachkommen einen vielfältigen und stabilen Wald hinterlassen, der ihnen alle Möglichkeiten für zukünftige Bedürfnisse offen lässt", erklärte Baumgart.

Baumartenwahl bei Klimawandel anpassen

Noch wisse man nicht, welche Ansprüche das seien. So könnte etwa der Klimawandel dazu führen, dass auch Nadelbäume wie Kiefer, Douglasie und Tanne zumindest in Mischwäldern größere Bedeutung bekommen.

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