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Initiative Tierwohl sucht neue Partner

von , am
22.07.2015

Bonn - Mit neuen Partnern will die Initiative Tierwohl ihre finanziellen Mittel aufstocken. So sollen mehr Landwirte auf der Warteliste von dem System profitieren können.

Mastschwein liegt im Stall
In den USA wachsen immer mehr Schweine heran. Die Bestände erklimmen Rekordhöhen. © Mühlhausen/landpixel
Neben weiteren Unternehmen des Lebensmitteleinzelhandels (LEH) will die Initiative unter anderem auch die Systemgastronomie ins Visier nehmen. Der Marktanteil der bislang teilnehmenden LEH-Unternehmen beläuft sich laut Dr. Patrick Klein, Pressesprecher der Gesellschaft zur Förderung des Tierwohls in der Nutztierhaltung, bereits auf 85 %.
 
Zurzeit profitierten jährlich etwas mehr als 2.000 landwirtschaftliche Betriebe mit insgesamt rund 12 Millionen Schweinen von der Initiative Tierwohl. Bezogen auf die Zahl der Schweineschlachtungen in Deutschland 2014 wären das etwa 20 %. Weitere gut 2.500 registrierte Betriebe mit 13,5 Millionen Schweinen stünden noch auf der Warteliste. Der Jahresetat 2015 für die Zahlung des Tierwohlentgelts für die Schweinehalter liegt Klein zufolge bei 52 Mio Euro.

100 Mio. Budget angestrebt

Um auch die Landwirte auf der Warteliste einzubeziehen, müsste das Budget allerdings auf schätzungsweise 100 Mio. Euro aufgestockt werden. Außerdem seien im laufenden Jahr Liquiditätssicherheiten von rund 5 Mio. Euro gebildet worden, um eventuelle Schwankungen am Schweinemarkt abfedern zu können. Weitere rund 5 Mio. Euro würden zum einen einmalig für den Aufbau der Organisation und zum anderen für das operationelle Geschäft benötigt. Wie Klein mit Blick auf Geflügel ausführte, läuft das Anfang Juli gestartete Registrierungsverfahren für die Geflügelhalter noch. Erste Angaben über deren Resonanz werde die Gesellschaft Anfang August veröffentlichen. Der Jahresetat für diesen Bereich belaufe sich auf 23 Mio Euro. Davon könnten schätzungsweise 300 Mio. Hähnchen und 15 Mio. Puten profitieren.
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