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Aus den Regionen

Internetausbau: EU-Darlehen sollen Kommunen helfen

dpa/Ini
am
13.11.2015

Hannover - Vor allem im ländlichen Raum Niedersachsens fehlt oft noch eine schnelle Internetverbindung. Nun sollen die Kommunen günstige EU-Darlehen bekommen.

In Niedersachsens ländlichen Regionen soll die Anbindung ans schnelle Internet in den kommenden vier bis fünf Jahren durch ein neues EU-Darlehensprogramm beschleunigt werden. Über das von der Europäischen Investitionsbank finanzierte Programm der landeseigenen NBank können zunächst Kredite in Höhe von 150 Millionen Euro vergeben werden, sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) gestern."Das Darlehen ist ein Baustein, dazu gibt es noch Zuschüsse aus Bundes- und Landesmitteln», sagte der NBank-Vorsitzende Michael Kiesewetter. Später könnte das Darlehensprogramm bei Bedarf auf bis zu eine halbe Milliarde Euro aufgestockt werden. Es ermöglicht die Finanzierung von Breitbandnetzen im Eigentum niedersächsischer Landkreise. Bei den neuen Darlehen mit einer Laufzeit von 20 bis 25 Jahren ist ein kommunaler Anteil von mindestens 10 Prozent erforderlich.

Bis 2020 schnelles Internet für alle Haushalte Niedersachsens

Bei der Internet-Förderung geht es landesweit um dünn besiedelte, abgelegene Regionen, die von Telekommunikationsunternehmen als nicht profitabel beim schnellen Internetausbau links liegen gelassen werden. Bis zum Jahr 2020 sollen möglichst alle Haushalte in Niedersachsen mit einem schnellen Internetzugang versorgt werden. Der Breitbandausbau gilt als eins der wichtigsten strukturpolitischen Vorhaben der rot-grünen Landesregierung. Allein das Land will dazu in den kommenden Jahren mehr als 120 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Hinzu kommen laut Wirtschaftsministerium etwa 200 Millionen Euro aus dem Bundesförderprogramm. Die rot-grüne Landesregierung bevorzugt Lösungen, bei den die Landkreise eigene Glasfasernetze aufbauen und dann an Betreiber vermieten.

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