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ISN - Schweinepreis vom 29. Januar

von , am
30.01.2014

Damme – Schweinemarkt aktuell durch Importstopp der russische Behörden verunsichert. Preise für Schlachtschweine bleiben voraussichtlich stabil.

Der Schlachtschweinemarkt steht weiter unter Druck. © Diekmann-Lenartz
Die eigentlich freundliche Situation am Schweinemarkt wird aktuell durch das Auftreten der afrikanischen Schweinpest (ASP) bei zwei toten Wildschweinen in Litauen verunsichert. Diese waren aus Weißrussland über die Grenze nach Litauen gekommen. Das russische Veterinäramt hatte nach Bekanntwerden der ASP-Fälle die Abfertigung von Schweinefleischimporten aus der EU gestoppt, da die Exportbescheinigungen nicht mehr aktuell waren.
 
Für die weitere Preisentwicklung bedeutet das jedoch auch, dass ein Preisanstieg wohl kaum noch möglich sein dürfte. Aus heutiger Sicht bleiben die Preise unverändert. Auch in Dänemark hat Danish Crown für die kommende Woche stabile Schweinepreise angekündigt, obwohl Russland ein wichtiges Zielland für dänisches Schweinefleisch darstellt. Bemerkenswert ist, dass die Sauennotierung in Dänemark heute sogar um 4 Cent angehoben wurde.
Derzeit wird von Seiten der Behörden mit Hochdruck daran gearbeitet, die Unstimmigkeiten zu beheben. Ziel soll offensichtlich sein, eine Regionalisierung der EU zu erreichen. Im Klartext hieße das, dass einige Staaten dann wieder Schweinefleisch liefern dürften, andere nicht. Es bleibt abzuwarten, zu welchen Ergebnissen die Verhandlungen zwischen der EU und Russland führen werden.
 
Keine Frage: Die aufgetretenen ASP-Fälle sind nicht zu verharmlosen. Bei einer längerfristigen Sperre wichtiger Exportstaaten wie Deutschland, Dänemark oder den Niederlanden wird von russischer Seite jedoch wieder einmal mit Kanonen auf Spatzen geschossen: Was haben westeuropäische Schweinefleischlieferungen mit dem Pestfall bei zwei Wildschweinen in Litauen zu tun? Ein seuchenhygienischer Zusammenhang besteht definitiv nicht. Überdies darf von russischer Seite nicht vergessen werden, wo die eigentliche Ursache der Pestausbrüche liegt: Nicht etwa im Handeln der EU sondern vielmehr in der Unfähigkeit im Kampf gegen die Schweinepest im eigenen Land!

Aktuelle Preise

Bei der Auktion der Internet Schweinebörse am  29. Januar  wurden von insgesamt 2.640 angebotenen Schweinen in 17 Partien alle Partien im Durchschnitt zu einem Preis von 1,67 Euro/kg SG (+3 Cent zur Vorwoche) in einer Spanne von 1,655 Euro bis 1,68 Euro verkauft.
 
 
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